Honigbiene

Imker im Werra-Meißner-Kreis werden jünger, Frauenanteil steigt

Im Vordergrund ein Smoker und hinten zwei Imkerinnen mit Beute.
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Der Smoker gehört zur Grundausstattung der Imker.

Der Obstertrag im Werra-Meißner-Kreis entscheidet sich im Frühjahr: Maßgebend ist die Bestäubung der Blüten durch die Honigbienen.

Werra-Meißner – Zu fast 100 Prozent übernehmen sie die Arbeit. Nur sie steigern die Ernteergebnisse der Landwirte und Obstbauern, erklären Thomas Krüger, Vorsitzender des Imkervereins Eschwege und des Kreisimkervereins Werra-Meißner, und Horst Winter, Imker aus der Gemeinde Ringgau.

Unterstützt werden die Bienenvölker dabei von den Imkern. Acht Ortsvereine gibt es im Kreis.

Die Vorgärten der Städte bieten den Bienen mehr Nahrung als die Monotonie auf den Äckern, wo immer mehr Streifen zwischen den Feldern verschwinden.

Thomas Krüger, Vorsitzender des Imkervereins Eschwege und des Kreisimkervereins Werra-Meißner

Indes entwickeln sich die Vereine im Werra-Meißner-Kreis unterschiedlich. Gemein hätten sie, dass die Mitglieder immer jünger würden und vermehrt Frauen das Hobby ergriffen. Maßgeblich für die Gewinnung von Jungimkern seien Angebote und Werbung. Bei den Vereinen in Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen funktioniere das gut.

Während seit Jahren Umweltorganisationen auf das Bienensterben aufmerksam machen, ist auch der Trend zum Schutz der Bienen und Insekten zu erkennen: Samenpäckchen werden verteilt, Blühflächen angelegt. Dafür setzt sich auch der Eschweger Imkerverein ein. „2014 haben wir das Thema Blühflächen mit der Aktion „Eschwege blüht auf“ angestoßen“, so Krüger.

Wie wichtig im Frühjahr ausreichend Nahrung – Nektar und Pollen – für die Bienen ist, erklärt Winter: Während bei den Bienen ein etwa 20 000-Tiere starkes Volk überwintert, ist es bei allen übrigen Insektenarten nur die Stammmutter. Setzen frühlingshafte Temperaturen

ein, sind die Bienen die Ersten, die sich um die Bestäubung der Blüten kümmern. Bei den Imkern sei zu beobachten, so Krüger, dass die Imkerei längst vom Nebenerwerb zum Hobby avanciert ist.

Im Frühling übernehmen die Honigbienen das Bestäuben der Blüten

Werra-Meißner: Bienen und ihre Imker
IMG_7502.JPG © Hanna Maiterth
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Außerdem verlagere es sich vom Dorf in die Stadt. „Die Vorgärten der Städte bieten den Bienen mehr Nahrung als die Monotonie auf den Äckern, wo immer mehr Streifen zwischen den Feldern verschwinden.“

Wer Interesse an Bienen habe, müsse nicht zwingend imkern. Schon gar nicht, ohne sich das nötige Wissen über Bienenkrankheiten, gesetzliche Regelungen und Allergien anzueignen, so Krüger. Hilfreich sei es auch bienenfreundliche Blumen im Garten auszusäen, Nistmöglichkeiten für Wildbienen zu schaffen und Wiesen seltener zu mähen.

Bedroht vom Bienensterben

Wenn von Bienensterben die Rede ist, dann nicht bei der Honigbiene, sagt Thomas Krüger, Vorsitzender des Kreisimkervereins Werra-Meißner. Sie habe den Imker, der Völkerverluste verhindere und ausgleiche. Unterstützung bräuchten insbesondere die Wildbienen. Von Hilfen profitierten aber beide Arten gleichermaßen. Krüger fordert: „Wir müssen fort von Zierrasen in allen Bereichen und sollten Steinwüsten in den Vorgärten per Bebauungsplan verbieten.“ 

Von Hanna Maiterth

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