Bericht des Amtes für Bodenmanagement

Immobilien im Werra-Meißner-Kreis sind teurer geworden

Werra-Meißner. Die durchschnittlich erzielten Immobilienpreise im Werra-Meißner-Kreis sind von 2016 auf 2017 gesunken – allerdings ist die Tendenz in der Region steigend und die Anzahl der Hausverkäufe hat zugenommen.

Das ist ein Fazit, das der aktuelle Immobilienbericht des Amtes für Bodenmanagement in Homberg/Efze zieht.

Zwar sind die Durchschnittspreise bei den Verkäufen im Werra-Meißner-Kreis von 2016 auf 2017 bei frei stehenden Häusern um 13 Prozent auf rund 128.000 Euro sowie bei Doppelhaushälften sogar um 42 Prozent auf rund 79.000 Euro gesunken. Insgesamt aber ist im Jahr 2017 mit 131 Millionen Euro der Verkaufspreis aller Immobilien im Kreis um 23 Prozent gestiegen (2016: 107 Millionen). Die Anzahl der verkauften Immobilien ist im selben Zeitraum nur um sieben Prozent auf 1755 Immobilien gestiegen (2016: 1640).

Natürlich seien die erzielten Summen abhängig von den jeweils angebotenen Objekten, sagt Amtsleiter Uwe Koch, dennoch sei die Tendenz klar: Immobilien im Landkreis sind gefragter und teurer. „Um 15 bis 20 Prozent sind die Immobilien in der Region in den vergangenen drei Jahren teurer geworden“, bestätigt Günther Kirchhoff vom Gutachterausschuss.

Allerdings gibt es dabei ein starkes Gefälle zwischen den Mittelzentren und ländlichen Bereichen. Am teuersten waren Immobilien mit im Schnitt 157.000 Euro in Eschwege, am günstigsten mit 38 000 Euro in Ringgau. „Die Preise hängen oft auch von den Ideen und Initiativen der Gemeinde ab“, sagt Kirchhoff, denn eine der größten Herausforderungen im ländlichen Raum sei nach wie vor der demografische Wandel. Ein gutes Beispiel hier ist Wanfried, wo Fachwerkhäuser sehr gut vermarktet werden – im Jahr 2017 kostete hier im Schnitt ein Haus 151.000 Euro. Auch die Niedrigzinsphase könnte laut Kirchhoff helfen, den Prozess zu verlangsamen: „In dieser Zeit werden Häuser verkauft, die noch vor wenigen Jahren niemand wollte.“ 

Rubriklistenbild: © Pixabay

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