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Update: So steht es um die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Werra-Meißner-Kreis

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Von: Jacob von Sass von Sass

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Eine Impfung gegen Corona ist ab dem 16. März Pflicht für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen.
Eine Impfung gegen Corona ist ab dem 16. März Pflicht für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen. © UMG

Werra-Meißner – Für die meisten Menschen sind die drei Pikser gegen Corona eine Selbstverständlichkeit, die die Gesellschaft im Kampf gegen das Virus voranbringen. Einige lehnen diese aber auch kategorisch ab und misstrauen der Impfung teilweise sogar.

Im Gesundheitswesen geht das ab dem 16. März aber nicht mehr. Ab diesem Tag gilt deutschlandweit die einrichtungsbezogene Impfpflicht.

Sebastian Zieß, Geschäftsführer vom Ambulanten Pflegedienst „Für Gesundheit“ aus Bad Sooden-Allendorf, muss die Impfpflicht ab Mitte März in seinem Betrieb umsetzen. Hierbei halte sich Zieß strikt an die gesetzlichen Vorgaben. „Zudem haben wir weitere interne Regelungen getroffen, um die Aufrechterhaltung der Versorgung unserer Klienten sicherzustellen. Unter anderem wurden unsere Mitarbeiter auf freiwilliger Basis zu unterschiedlichen Zeiträumen geimpft“, berichtet Zieß.

Auch in den Einrichtungen des Klinikums Werra-Meißner müssen ab dem 16. März alle Beschäftigen einen Impfnachweis haben.

Das gilt laut Geschäftsführer Christoph Rolf Maier für alle Angestellten. Egal, ob sie in der Pflege, in der Hauswirtschaft oder der Verwaltung arbeiten. Die Geschäftsführung habe unternehmensintern mehrmals über die Impfpflicht informiert und den Mitarbeitern regelmäßig Impfangebote im Haus zur Verfügung gestellt, so Maier. „Am 16. März müssen wir dem Gesundheitsamt melden, wer geimpft oder genesen ist und wer nicht. Die weiteren Schritte obliegen dann dem Gesundheitsamt.“

Sebastian Zieß wird im nächsten Monat keine Mitarbeiter beim Gesundheitsamt melden müssen.

In seinem Pflegedienst sind bereits alle Beschäftigten geimpft. „Es freut uns, dass sich all unsere Angestellten auf freiwilliger Basis haben impfen lassen“, sagt Zieß. Doch selbst wenn sich Mitarbeiter gegen eine Impfung aussprechen würden, käme eine Kündigung für Zieß nicht in Betracht. Ferner würde der Betrieb mit dem Gesundheitsamt in Kontakt treten, um die Mitarbeiter weiterhin mit allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu beschäftigen.

Auch Maier liege es fern, Kündigungen auszusprechen. Ihm sei daran gelegen, die Mitarbeiter zu halten. „Daher werden wir weiter für die Impfung werben, können und wollen aber niemanden dazu zwingen“, sagt Maier. Generell sei die Impfpflicht für medizinisches Personal eine gute Sache, um Mitarbeiter und Patienten gleichermaßen zu schützen. Das Klinikum Werra-Meißner würde eine allgemeine Impfpflicht aber ebenfalls begrüßen, weil dies gesamtgesellschaftliche Solidarität bedeuten würde.

Zieß appelliert dagegen an die Eigenverantwortung: „Jeder ist mittlerweile in irgendeiner Form mit dem Virus in Kontakt gekommen, ob selbst erkrankt, eine Infektion im Bekanntenkreis oder durch die Medien. Daher sollte jeder seiner Verantwortung gerecht werden und sich nicht nur selbst, sondern zum Wohl Aller impfen lassen.“ Fotos: Klinikum werra-meißner/Sebastian zieß

Von Jakob Von Sass

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