Bald ist Impfstart - fragen und Antworten zu Corona

Eschweger Corona-Impfzentrum soll ab 9. Februar jeden Tag geöffnet sein

Das Impfzentrum befindet sich in Eschwege in der Turnhalle des Oberstufengymnasiums. Es liegt am Südring, über den auch die Zufahrt der Besucher erfolgen soll.
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Das Impfzentrum befindet sich in Eschwege in der Turnhalle des Oberstufengymnasiums. Es liegt am Südring, über den auch die Zufahrt der Besucher erfolgen soll.

Ab 9. Februar wird in Eschwege gegen Corona geimpft. Zudem beantwortet Kreissprecher Jörg Klinge die häufigsten Fragen rund um das Corona-Geschehen.

Werra-Meißner – Der Start der Impfungen in Eschwege rückt näher. Wie Kreissprecher Jörg Klinge mitteilt, hat die Landesregierung eine Öffnung des Impfzentrums am Südring 37 für den 9. Februar bestätigt.

Das sind die wichtigsten Informationen:

Anreise

Die Anreise mit dem Auto über die Bundesstraßen 7, 27, 452 und 249 sowie im Stadtgebiet ist ausgeschildert. Der Besucherparkplatz soll über die Zufahrt vom Südring erreichbar sein.

Wer mit dem ÖPNV anreist, kann an den Bus-Haltestellen Fliederweg, Schulzentrum und Jasminweg aussteigen.

Impfberechtigte

Zuerst werden nur Personen, die 80 Jahre und älter sind, geimpft. Sie gehören zu der Gruppe von Personen mit höchster Priorität, die den vorhandenen Impfstoff am Anfang erhalten. Je nach Aufruf folgen in den danach kommenden Phasen jüngere Menschen.

Geregelt wird dies durch die Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Hier wird der Anspruch und die Priorisierung der Impfungen geregelt.

Terminvergabe

Am Mittwoch, 3. Februar, wird die zentrale Terminvergabe für alle hessischen Impfzentren freigeschaltet. Hier werden die Termine vergeben.

Termine zum Impfen können per Telefon unter Tel. 116 117 und online unter impfterminservice.hessen.de vereinbart werden. Dafür sollten Name, Alter, Adresse, Notfallkontakt und Telefonnummer bereitgehalten werden. Es werden immer zwei Termine pro Person vergeben.

Künftig soll es auch möglich sein, dass Paartermine vereinbart werden können.

Öffnungszeiten

Geplant ist, dass im Impfzentrum an sieben Tagen in der Woche jeweils mindestens eine Impfstraße geöffnet ist. Wie viele Termine vergeben werden, hängt davon ab, wie viel Impfstoff regelmäßig geliefert werden kann.

Nach derzeitigen Informationen soll mit rund 300 Impfungen pro Woche gestartet werden.

Notwendiges

Zum Impftermin sollen grundsätzlich die Terminbestätigung, der Personalausweis, der Impfpass und die Krankenversicherungskarte mitgebracht werden.

Fragen und Antworten zur Corona-Lage im Kreis

Im Werra-Meißner-Kreis ist die Inzidenz auf die sechste Stufe gestiegen, immer wieder kommt es zu akuten Ausbrüchen des Coronavirus in Senioreneinrichtungen. Kreissprecher Jörg Klinge hat die häufigsten Fragen zur Situation zusammengefasst und Antworten darauf gegeben.

Ist das Infektionsgeschehen rein auf Hotspots zurückzuführen?

Nein. Zwar sind aktuell einige Senioreneinrichtungen betroffen, es gibt aber auch ein sogenanntes diffuses, über den Kreis verteiltes Infektionsgeschehen.

Kann das Gesundheitsamt die Kontakte noch nachverfolgen?

Ja, kann es. Die Quarantäne wird durch regelmäßige Anrufe überprüft.

Was passiert, wenn es in einem Landkreis drei Tage hintereinander eine Inzidenz von mehr als 200 gibt?

Es muss eine Ausgangssperre erlassen werden.

Was ist zu tun, wenn ich Symptome habe?

Entweder in der Hausarztpraxis oder unter der 116 117 anrufen. Man sollte nicht unaufgefordert in eine Arztpraxis gehen.

Wer wird getestet und wo?

Jede Person mit entsprechenden Symptomen. Im Werra-Meißner-Kreise testen viele niedergelassene Hausärzte, die drei Schwerpunktpraxen sowie das Gesundheitsamt.

Wie ist der derzeitige Stand bei den Impfungen?

Aktuell werden die Senioren- und Pflegeeinrichtungen von Mobilen Impfteams aufgesucht. Jeder Bewohner und Mitarbeiter, der möchte, wird geimpft. Aktuell ist rund in einem Drittel der Pflegeeinrichtungen die erste Impfung durchgeführt worden und in etwa einem Sechstel die Zweitimpfungen. Höchste Priorität hat auch medizinisches Personal.

Was ist, wenn Bewohner einer Senioren- und Pflegeeinrichtung akut erkrankt oder gerade genesen sind?

Diese Personen können erst drei Monate nach der Corona-Erkrankung geimpft werden, was auch Auswirkungen auf die Impfungen in den Einrichtungen hat.

Wann gilt ein Besuchsverbot in einer Senioren- und Pflegeeinrichtung?

Sofort nach dem Feststellen eines Ausbruchs. Die Einrichtung selbst muss ein Hausverbot aussprechen. Erst 14 Tage nach Aufhebung der letzten Quarantäne in der Einrichtung kann es aufgehoben werden.

Wann werden Schnelltests vorgenommen?

Alle Besucher von Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen müssen ein negatives Testergebnis haben oder vor Betreten der Einrichtung einen Schnelltest durchführen lassen.

Wird das Personal der Pflegeeinrichtungen getestet?

Ja, getestet wird mehrmals wöchentlich.

Wie sieht es mit der Maskenpflicht in Senioren- und Pflegeeinrichtung aus?

Besucher und Personal müssen eine FFP2-Maske tragen.

Wie viele Kinder werden derzeit in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege betreut?

38,5 Prozent der angemeldeten Kinder. Es gilt weiterhin, dass die Einrichtungen nur in dringenden Fällen in Anspruch genommen werden sollten.

Gibt es in Kindertageseinrichtungen Hygienekonzepte?

Jede Einrichtung hat ein Hygienekonzept vorzuhalten, wie Kinder, Eltern und die Mitarbeiter bestmöglich geschützt werden können.

Gibt es Testmöglichkeiten für Erzieher?

Erzieher können sich alle zwei Wochen in speziellen Hausarztpraxen kostenlos testen lassen.

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