Aktueller Stand im werra-Meißner-Kreis

Corona-Impfung: Bürger haben viele Fragen

Wann es in Eschwege mit den Impfungen los geht, steht noch nicht fest.
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Wann es in Eschwege mit den Impfungen los geht, steht noch nicht fest.

Wann das Impfzentrum in Eschwege startet, ist noch unklar. Viele Fragen der Bürger gibt es allerdings jetzt schon.

Werra-Meißner – Der Lockdown wurde in Deutschland verlängert, zeitgleich wurden mit Stand von Dienstag bisher mehr als 1300 Menschen im Werra-Meißner-Kreis im ersten Durchgang gegen das Coronavirus geimpft. Das ist der aktuelle Stand beim Gesundheitsamt, Ärzten, und dem Klinikum Werra-Meißner:

Gesundheitsamt

Wann das lokale Impfzentrum in Eschwege geöffnet wird, steht noch nicht fest, berichtet Kreissprecherin Sylvia Weinert. „Die 21 hessischen Landräte haben am Montag den Ministerpräsidenten aufgefordert, dass alle Impfzentren gleichzeitig starten. Für den Werra-Meißner-Kreis würde das bedeuten, dass die über 80-Jährigen keine langen Wege nach Kassel haben.“ Wann das Impfzentrum öffnet, wird den Landkreisen laut Weinert über einen Einsatzbefehl des Landes Hessen mitgeteilt.

Indes erhält das Bürgertelefon des Kreises aktuell 36 bis 40 Anrufe pro Tag. Schwerpunkt der Fragen sind hier die Impfungen, erklärt die Kreissprecherin.

Ärzte

Von zahlreichen Anfragen per Telefon, E-Mail und persönlich in der Praxis berichtet Dr. Klaudia Ress, Allgemeinmedizinerin in Hessisch Lichtenau und Vorsitzende des Ärztebündnisses Werra-Meißner. Dabei gehe es um die Themen ob, wann und wie der Einzelne geimpft werden kann, um die Terminvergabe und Nebenwirkungen. „Die Verunsicherung ist groß durch sich schnell veränderende Berichte in den Medien.“ Aktuell können in Hessen noch keine Termine zur Impfung vereinbart werden und es gebe insgesamt zu wenig Impfstoff.

Für die mobilen Impfteams haben Altenheime und ambulante Pflegedienste bereits ihre Klienten gemeldet, erklärt die Ärztin. „Patienten, die zu Hause gepflegt werden aber keinen Pflegedienst haben, wurden vom Kreis durch Abfrage bei den Hausärzten ermittelt.“

Sobald genügend Impfstoff da ist, öffnen laut Ress in Hessen erst die sechs großen Impfzentren, wobei sie glaubt, dass dies später als zum avisierten Zeitpunkt Mitte Januar geschehen werde. Sobald diese unter Vollauslastung stehen, öffnen die regionalen Impfzentren wie Eschwege. In den Arztpraxen könne erst geimpft werden, wenn der Impfstoff nicht mehr bei Minus 70 Grad gelagert werden müsse, sondern Kühlschrank-Temperatur genüge. „Toll“ wäre es, wenn im Sommer in den Praxen geimpft werden könne, so Ress. Wichtig sei, dass in diesem Jahr jeder, der eine Impfung wolle, diese auch erhalten.

Klinikum

Am Standort Witzenhausen des Klinikums Werra-Meißner wird es ab Montag vier zusätzliche Intensivbetten und damit insgesamt zwölf für Covid-Patienten geben, teilt Sprecher Florian Künemund mit. Damit erfülle das Klinikum neue Vorgaben des Landes Hessen. Die bisherigen acht seien jüngst vermehrt – etwa am Montag – voll belegt gewesen.

Schon länger standen laut Künemund sechs Betten der Zwischen-Intensiv als Rückhalt zur Verfügung – allerdings ohne Beatmung. Für die zusätzlichen vier Betten gibt es nun auch Personal. Zudem wird das Team durch zwei Mitarbeiter aus Eschwege verstärkt.

Weiterhin ist die Stimmung im Team gut laut Marco Lubitz, Chefarzt der Inneren Medizin. „Einen kleinen Schub haben jetzt noch mal die Impfungen des Personals gegen das Covid-Virus gegeben. (nde)

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