Priorisierungsgruppen für Corona

Corona-Impfungen: Drei-Stufen-Plan entscheidet über Stichtag

Corona-Impfung in einem Impfzentrum in Bielefeld. Eine Apothekerin hält ein Fläschchen mit dem Impfstoff des Herstellers Pfizer-BioNTech in der Hand.
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Corona-Impfung: Wenn Impfstoff übrig bleibt, will das Impfpersonal ihn nicht wegwerfen. (Symbolbild)

Für wen ist wann Stichtag? Diese drei Priorisierungsgruppen entscheiden die Reihenfolge der Corona-Impfungen.

Werra-Meißner – Wer soll zuerst gegen den Coronavirus Sars-COV-2 geimpft werden? Weil nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht, um alle Impfwilligen direkt versorgen zu können, hat die Bundesregierung eine Strategie vorgegeben, nach der sich an drei Priorisierungsgruppen orientiert wird:

Höchste Priorität

In der ersten Priorisierungsgruppe, der die höchste Priorität zugesprochen wird, fallen unter anderem Senioren ab 80 Jahren. Dazu kommen Pflegebedürftige und Pflegekräfte stationärer Einrichtungen, sowie die Kräfte ambulanter Pflegedienste. Zudem werden Beschäftigte medizinischer Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko priorisiert geimpft, etwa in Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten. Das gilt auch für Mitarbeiter in Impfzentren.

Auch Mitarbeiter, die Patienten mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen, sollen zuerst geimpft werden. Das gilt etwa für die Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin.

Hohe Priorität

Die zweite Priorisierungsgruppe umfasst Menschen ab 70 Jahren mit Trisomie 21, Demenz oder geistiger Behinderung und Personen nach einer Organtransplantation sowie die jeweils engen Bezugspersonen.

In diese Prioritätsgruppe fallen auch Kontaktpersonen von Schwangeren und Pfleger von Menschen mit geistiger Behinderung – ob stationär oder ambulant. Zu dieser Prioritätsgruppe zählen auch Ärzte und sonstiges medizinisches Personal mit regelmäßigem Patientenkontakten, in Corona-Testzentren sowie Personal der Blut- und Plasmaspendedienste.

Auch Polizei- und Ordnungskräfte, Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur sowie Menschen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder arbeiten, sollen im zweiten Schritt geimpft werden, um sie zu schützen.

Erhöhte Priorität

Zur erhöhten Prioriätsgruppe zählen über 60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen wie Adipositas, chronischer Nieren- und Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma.

An dritter Stelle stehen etwa auch Personen aus der Regierung und öffentlichen Verwaltungen, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz, Apotheken und Pharmawirtschaft, der öffentlichen Versorgung, dem Transportwesen und Beschäftigte aus Laboren. Auch Lehrer und Erzieher gehören dieser Gruppe an, aktuell wird aber darüber diskutiert, ob man sie in eine höhere Gruppe stufen sollte.  (jes)

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