B-Frage in Berkatal

In Berkatal noch alles offen: Was ist, falls Bürgermeister Friedel Lenze Landrat wird?

Draufgeschaut: In Berkatals Verwaltungssitz in Frankershausen könnte – je nach Wahlausgang – ab dem kommenden Jahren jemand anders den Chefsessel besetzen. Archiv
+
Draufgeschaut: In Berkatals Verwaltungssitz in Frankershausen könnte – je nach Wahlausgang – ab dem kommenden Jahren jemand anders den Chefsessel besetzen. Archiv

Wer will in den Berkataler Chefsessel, falls Friedel Lenze Landrat wird? Die Bürgermeisterfrage beschäftigt in der Gemeinde gerade viele Menschen.

Berkatal – Berkatals Bürgermeister Friedel Lenze will Landrat werden. Nach fast 25 Jahren im Amt will sich der 53-jährige Sozialdemokrat politisch und beruflich weiterentwickeln. Diese Entscheidung stößt in seiner Gemeinde zwar auf Verständnis, wirft aber auch eine zentrale Frage auf: Wer könnte sein Nachfolger werden?

Hört man sich in den Ortsteilen um, umtreibt dieses Thema derzeit viele Berkataler Bürger. Auf Nachfrage bestätigen auch alle Fraktionen, dass sie das Thema durchaus beschäftigt. Die Parteien haben mitgeteilt, dass sie zunächst die Landratswahl am 24. Oktober abwarten wollen, bevor jemand den Hut in den Ring wirft. „Wir haben das besprochen und wollen nicht schon im Vorfeld einen Kandidaten stellen“, sagt Elfi Schreiber, Fraktionsvorsitzende der SPD, Gemeindevertreterin und Ortsvorsteherin von Frankershausen.

So sieht es auch Thomas Schill von der Überparteiliche Wählergemeinschaft (ÜWG). „Es ist jetzt noch zu früh, einen möglichen Kandidaten auszuwählen“, sagt der Frankershäuser, der seit 1997 den Fraktionsvorsitz der ÜWG innehat. In jedem Fall aber wolle die ÜWG an der „Auswahl des Bürgermeisterkandidaten mitwirken“, sagt Schill, um den richtigen Kandidaten für Berkatal zu finden. Für einen möglichen Wahlkampf sei nach dem Wahlausgang genügend Zeit.

Denn falls Friedel Lenze zum Landrat gewählt wird, wird er das Amt erst am 1. Januar 2022 antreten – eine Bürgermeisterwahl könnte dann etwa im Frühjahr stattfinden, bis dahin würde wohl Lenzes Stellvertreter, Dr. Lutz Bergner, vorübergehend die Zügel in der Hand halten.

Als Erster Beigeordneter sei er auf die Nachfolgefrage bereits angesprochen worden. Allerdings will sich Bergner dazu noch nicht positionieren, eine Entscheidung habe er bisher nicht getroffen, auch er wolle die Wahl abwarten. „Es ist noch alles offen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Im Ortsteil Hitzerode hat sich zuletzt Ortsvorsteher und Mitglied der Gemeindevertretung Jörg Siegele (CDU) für das Bürgermeisteramt ins Gespräch gebracht. Aber nur, wenn auch die Fraktion voll hinter ihm steht, könne er sich das gut vorstellen, meint er. Näheres ist aber noch nicht bestimmt, erst müsse sich die CDU noch einmal richtig zusammensetzen und darüber sprechen.

Bürgermeister Friedel Lenze blickt indes positiv in die kommenden Wochen: „Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl ins Wahlgeschehen, weil ich bei den bisherigen Terminen bereits viel Zuspruch und Unterstützung erfahren habe und von einem guten Team unterstützt werde“, sagt er mit Blick auf seine Kandidatur.

Je nachdem, wie die Wahl im Oktober ausgeht, würden sich dann also SPD, CDU und ÜWG zusammensetzen und mögliche Kandidaturen und Zeitpläne gemeinsam besprechen.

Von Jessica Sippel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.