Vielfalt von Klängen erfüllt Eschweger Marktkirche

In der Reihe „Musik macht Mut“ konzertieren Christiane Starke und Christopher Weik

Spielte Beethoven und Brahms: die Cellistin Christiane Starke in Eschweger Marktkirche.
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Spielte Beethoven und Brahms: die Cellistin Christiane Starke in Eschweger Marktkirche.

In der Reihe „Musik macht Mut“ konzertierten die Cellistin Christiane Starke am Samstagabend in der Eschweger Marktkirche.

Eschwege – Das Publikum in der Marktkirche hört gebannt zu, als vor ihm Stücke von Beethoven und Brahms zum Leben erweckt werden, Cello und Klavier die Kirche mit einer Vielfalt von Klängen erfüllen. Im Rahmen der Benefizkonzertreihe „Musik macht Mut“ fand am Samstagabend ein Kammermusikkonzert in der Eschweger Marktkirche statt, für das Christiane Starke und Christopher Weik ihr am Sonntagabend in Witzenhausen stattfindendes Konzert bereits einmal zuvor spielten.

Ermöglicht hatten dies sowohl Weiks Einsatz, als auch der des Förderkreises für Kirchenmusik Eschwege, der die Gage der Cellistin bezahlt und damit zum Konzert beigetragen hatte.

Mit Starke war eine vielseitige Cellistin, die sowohl in drei festen Ensembles spielt als auch mit Soloprogrammen zu hören ist und unter anderem als Solocellistin mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin auftrat, nach Eschwege gekommen.

Mal jubilierend und dann wieder gewaltig waren Cello und Klavier in den drei Sätzen der Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 3 A-Dur von Beethoven zu hören. Nach einem Wechsel aus langen Cellotönen und schnellen Klavierpassagen erfüllten beide Instrumente den Raum, sorgten mit einem mitreißenden Finale der Sonate für sehr viel Applaus. Ein vor allem zu Beginn ruhigeres Stück, das jedoch vom vorausgegangenen inspiriert worden war, hatten Starke und Weik mit der Sonate für Violoncello und Klavier e-Moll von Brahms für den zweiten Teil des Abends ausgewählt. Auch hier prägten perfektes Timing und Zusammenspiel der Cellistin und des Pianisten, der 13 Jahre lang als erster Kapellmeister in unterschiedlichen Theatern tätig war und seit 2011 als Bezirkskantor Witzenhausens unter anderem die Nordhessische Kantorei leitet, das musikalische Erlebnis.

Auf schreitende Klavierklänge folgten hier schnelle hohe Töne, bevor beide Instrumente langsamer wurden, gegen Ende der zweiten Sonate plötzlich für sehr viel Spannung sorgten.

Auf den schallenden Applaus des Publikums hin, kamen Starke und Weik noch einmal nach vorn und der Pianist kündigte ein ruhiges Stück von Robert Schumann an, das für einen sanften Abschluss des Kammermusikkonzerts sorgte. Kirchenmusikdirektorin Susanne Voß dankte beiden für das Konzert und Weik dafür, dass er die Initiative ergriffen und das Konzert vorab nach Eschwege gebracht hatte.

Als Teil von „Musik macht Mut“ war der Eintritt des Kammermusikkonzerts frei und es wurde um Spenden gebeten, die mit musikalischen Gottesdiensten im Januar und Februar soloselbstständigen Musikerinnen und Musikern zugutekommen sollen, die während der Pandemie nicht auftreten konnten.  esr

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