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In Hessen produziert der Werra-Meißner-Kreis wenig Unrat

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Von: Stefanie Salzmann

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Mit einem Pro-Kopf-Aufkommen von 92 Kilogramm im Jahr 2019 und 85,5 Kilogramm in 2020 wird der Kreis nur noch vom Landkreis Darmstadt-Dieburg unterboten.
Mit einem Pro-Kopf-Aufkommen von 92 Kilogramm im Jahr 2019 und 85,5 Kilogramm in 2020 wird der Kreis nur noch vom Landkreis Darmstadt-Dieburg unterboten. © Imago/Michael Bihlmayer

Hessenweit liegt der Werra-Meißner-Kreis beim Pro-Kopf-Aufkommen vom sogenannten Restmüll im untersten Bereich.

Werra-Meißner – Mit einem Pro-Kopf-Aufkommen von 92 Kilogramm im Jahr 2019 und 85,5 Kilogramm in 2020 wird der Kreis nur noch vom Landkreis Darmstadt-Dieburg unterboten. Dort wurden je Einwohner 2019 71 Kilo Restmüll erfasst, 2020 waren es 69,8 Kilo. Der Landesdurchschnitt in Hessen lag im Jahr 2020 bei 146, 2 Kilo Restmüll, die jeder Einwohner statistisch gesehen produziert hat.

Erfasst werden die Restmüllmengen jedoch in der Regel gemeinsam mit Sperrmüll. Das sind aktuell im Werra-Meißner-Kreis knapp 135 Kilo pro Kopf und Jahr. Der hessische Durchschnitt liegt bei 178 Kilogramm je Einwohner. Als Müllhochburgen stellen sich da eher der Schwalm-Eder-Kreis mit 240 Kilo Haus- und Sperrmüll im Jahr dar oder der Lahn-Dill-Kreis mit 246 Kilo Pro-Kopf-Müllaufkommen.

Auch im Bundesvergleich der insgesamt 393 Landkreises steht der Werra-Meißner-Kreis zwar nicht unter den Top 20, aber immerhin auf Platz 56. „Das bedeutet, dass zwar 55 Landkreise besser abschneiden, aber auch 340 schlechter“, sagt Friedhelm Junghans, Vorsitzender des Zweckverbandes Abfall im Werra-Meißner-Kreis. Spitzenreiter bei der Müllvermeidung ist übrigens der Kreis Aschaffenburg, wo im Jahr nur 68,2 Kilo pro Kopf Müll anfallen.

Im Jahr 2021 sind laut Junghans durch die Einführung der Sperrmüllgebühr von 30 Euro je Abholung beim Zweckverband und bei der Stadt Eschwege die Sperrmüllmengen gesunken – im gesamten Werra-Meißner-Kreis auf 31,7 Kilogramm pro Kopf.

Im Jahr 2020 lag das Sperrmüllaufkommen im Kreis allerdings über dem Landesdurchschnitt. „Durch die Ankündigung der Kostenpflicht kam es zu einem Einmaleffekt. Die Altbestände wurden ausgeräumt“, sagt Kreissprecherin Sylvia Weinert. „Zudem befanden wir uns 2020 in der Zeit des strengen Lockdowns, weshalb es wahrscheinlich zu Entmüllungsaktionen in privaten Haushalten gekommen ist“.

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