Ortsbeirat will mehr Fläche

In Oberrieden wird das Bauland knapp

Ortsvorsteher Mario Babacz deutet auf das Neubaugebiet in Oberrieden, wo es nur noch zwei bebaubare Grundstücke gibt.
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Kaum Platz: Ortsvorsteher Mario Babacz deutet auf das Neubaugebiet in Oberrieden, wo es nur noch zwei bebaubare Grundstücke gibt.

Weil das Bauland in Bad Sooden-Allendorfs größtem Stadtteil Oberrieden knapp wird, strebt der Ortsbeirat eine zusätzliche Ausweisung von Baugrundstücken an.

Oberrieden – In der jüngsten Sitzung dieses Gremiums machte Ortsvorsteher Mario Babacz darauf aufmerksam, die Bauplätze im Neubaugebiet „In den Weiden“ seien mit nur noch zwei bebaubaren Flächen so gut wie ausgeschöpft.

Geeignete Flächen böten sich allerdings im Bereich von Oberer und Unterer Kampstraße sowie am Schürzeberg an. Die Krux: Diese Acker- bzw. Wiesenflächen befänden sich in Privathand. Deshalb solle die Verwaltung prüfen, ob diese Flächen als Bauland genutzt werden könnten. Sinnvoll sei ein Ortstermin unter Beteiligung von Bauamt und Grundstückseigentümern.

Oberrieden mit aktuell 520 Einwohnern biete sich als Wohnstandort wegen seiner günstigen Lage an, ergänzte Babacz. So seien Göttingen mit dem Auto in nur einer halben Stunde, Kassel in weniger als 45 Minuten erreichbar.

Ebenfalls an die Adresse der Stadt richtete der Ortsbeirat den Appell, wo nötig Gräben zu räumen, Hecken und Bäume zurückzuschneiden. Dies gelte vor allem für den in der Ortslage weitgehend zugewachsenen Riedbach.

Der Ortsbeirat griff ferner eine Anregung von Eltern auf, den in die Jahre gekommenen Spielplatz in Oberrieden komplett zu erneuern. An den Geräten habe der Zahn der Zeit genagt, und sie seien „einfach nicht mehr attraktiv“. Investitionsmittel für Kinderspielplätze seien für den Haushalt 2021 eingeplant, berief sich der Ortsvorsteher auf eine Mitteilung aus dem Bauamt.

„Mächtig geärgert“ hat sich Babacz nach eigenen Angaben darüber, dass der Ausbau der Hilgershäuser Straße (L 3240) in Oberrieden offenbar nicht bis zum Jahr 2025 erfolgen werde. Dabei bezog er sich auf die jüngste Nachricht aus dem hessischen Wirtschaftsministerium, das – wie berichtet – 19 Projekte im Werra-Meißner-Kreis aufgelistet hat, die kurz- und mittelfristig zum Zuge kommen sollen, nicht aber die bürgersteiglose Landstraße, für die der Ortsbeirat schon seit vielen Jahren vor allem mit Blick auf die Sicherheit der Kinder kämpfe.

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