Lebenswelt der Zukunft erleben

Interaktiver Truck am Oberstufengymnasium Eschwege

Wie programmiert man einen Roboter? (v.l.) Kim, Samuel und Hannah geben „Nao“ codebasierte Anweisungen.
+
Wie programmiert man einen Roboter? (v.l.) Kim, Samuel und Hannah geben „Nao“ codebasierte Anweisungen.

Die Lebens- und Arbeitswelt der Zukunft erleben – so lautet das Ziel des interaktiven Touch-Tomorrow-Trucks (deutsch: Die Zukunft greifbar machen), der in den vergangenen Tagen Halt am Eschweger Oberstufengymnasium gemacht hat.

Eschwege– Seit über drei Jahren tourt der Doppeldecker durch Deutschland und will die Begeisterung junger Menschen für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) fördern.

„In unserem Truck gibt es interaktive Stationen, an denen die Schüler die neusten Technologien ausprobieren können“, erklärt Maria Schäferbarthold, eine der MINT-Coaches, die zum festen Inventar des innovativen Gefährts gehört, und die verschiedene Zukunftsthemen erlebbar machen. So bekommen die Schüler einen Einblick in ressourcenschonende Mobilitätsformen, smarte Textilherstellung, Gedankensteuerung, künstliche Intelligenz und Ernährung, Robotic oder Alternativen zu Plastik.

Vieles klingt nach Zukunftsmusik, einiges ist schon längst Gegenwart – etwa das Virtual-Reality-Learning. Mittels VR-Brille und durch spezielle Hard- und Software kann man hier in künstliche Welten eintauchen und etwa – wie im Touch-Tomorrow-Truck – virtuelle Aufgaben erfüllen.

Ähnliches gilt für die Augmented Reality (deutsch: erweiterte Realität), ebenfalls eine Station, an der die Schüler mittels Smartglasses (deutsch: Datenbrille) einen Elektromotor zusammenbauen müssen.

Besonders spannend fanden die jungen Besucher das Arbeiten mit dem Roboter. So mussten Kim, Samuel und Hannah den Roboter „Nao“ dazu bringen, einen Plüschbären in die Hand zu nehmen und in einen Korb zu transportieren. Dabei galt es, jeden einzelnen Bewegungsablauf mittels eines Codes zu programmieren – kein einfaches Unterfangen für die drei Gymnasiasten, denen die Aufgabe aber sichtlich Spaß gemacht hat.

Zwei Unterrichtsstunden verbringen die Schüler an Bord, dabei geht es aber nicht nur ums Ausprobieren, sondern auch um Information und Berufsorientierung.

Hier arbeitet das Tomorrow-Truck-Team eng mit der Bundesagentur für Arbeit zusammen, ein Berufsberater hat einen Überblick über technologiebasierte Berufsfelder und Studiengänge gegeben, etwa die relativ neuen Disziplinen Neurowissenschaften, Bionik oder Data Sciences, bei denen die MINT-Fächer unerlässlich sind.

„Die Technologie, die die Schüler hier erleben, ist für viele noch Neuland, und es ist spannend zu sehen, was irgendwann alles möglich sein wird, was sogar heute schon möglich ist“, fasst Coach Maria Schäferbarthold zusammen.

Jetzt gelte es, die Schüler von heute fit zu machen für die Lebens- und Arbeitswelt von morgen.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.