Interview: Wie es die Kleinalmeröder Salatkirmes in den Tatort schaffte

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Man musste unwillkürlich zweimal hinhören, als die Sprache im Tatort aus Weimar am Neujahrsabend auf die Salatkirmes in Kleinalmerode kam.

Immer wieder kam das kultige Volksfest in den Dialogen der Hauptdarsteller vor. Wie es dazu kam, verriet uns Drehbuchautor Andreas Pflüger.

Herr Pflüger, war Ihnen die Salatkirmes in Kleinalmerode persönlich bekannt? 

Andreas Pflüger: Nein. Meinem Kollegen Murmel Clausen und mir war aber von Anfang an klar, dass die Geschichte auf einem Rummel spielen soll. Und da haben wir in und um Thüringen herum nach möglichen Drehorten gesucht und sind dabei auch auf die Salatkirmes gestoßen. Da haben wir erst einmal gelacht, das klang einfach so außerordentlich bizarr.

Gedreht wurde letztendlich auf dem Vogelschießen in Rudolstadt. Wie hat es die Salatkirmes doch noch ins Drehbuch geschafft? 

Andreas Pflüger

Pflüger: Als wir mit Lachen über den Namen fertig waren, haben wir uns angeguckt und gedacht: „Sowas gibt es doch gar nicht“. Für diese Art von Tatort ist man eben ständig auf der Suche nach skurrilen Eigenschaften einer Region. Wir mussten das einfach mitnehmen.

Murmel Clausen hat sich noch während der Ausstrahlung bei Twitter in die Diskussion eingeschaltet und darauf hingewiesen, dass es diese Kirmes auch wirklich gibt. Verfolgen Sie auch die Reaktionen im Internet parallel zum Film? 

Pflüger: Normalerweise schaue ich erst am nächsten Tag mal rein. Dieses Mal sollten wir aber für die ARD direkt im Anschluss an die Ausstrahlung den Zuschauern in sozialen Netzwerken Fragen beantworten. Mich freut vor allem, dass die Geschichte polarisiert. Es gab krasse Verrisse und genauso viel Lob. Das mag ich lieber, als wenn ein Film nur so eine halbgare Wirkung entfaltet.

Von Lasse Deppe

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