1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Investitionen in Feuerwehr und Sirenen in Bad Sooden-Allendorf

Erstellt:

Von: Stefan Forbert

Kommentare

Frank Faßhauer Stadtkämmerer
Frank Faßhauer Stadtkämmerer © Forbert, Stefan

Beschlossen wurde er schon vergleichsweise früh Mitte Januar, nur von der Aufsichtsbehörde bislang noch nicht genehmigt: der Haushalt der Stadt Bad Sooden-Allendorf 2022. Wir betrachten, was der Etat für dieses Jahr vorsieht.

Bad Sooden-Allendorf – Im Ergebnishaushalt für 2022 stehen den Einnahmen von rund 18,7 Millionen Euro Ausgaben von knapp 19,1 Millionen gegenüber. Unter dem Strich ergibt sich ein Defizit von 364 000 Euro. Dabei sind die ausgeschütteten Gewinne der Stadtwerke (150 000 Euro) und des Eigenbetriebs Gebäudemanagement (100 000 Euro) bereits enthalten. Diese werden aber durch den notwendigen Ausgleich des Verlusts der Tourismus- und Kur-AöR (247 000 Euro) quasi „aufgefressen“.

Obwohl der Haushalt also nicht, wie vorgeschrieben, ausgeglichen ist, geht Stadtkämmerer Frank Faßhauer von einer Genehmigung durch das Regierungspräsidium aus.

Die Zuversicht begründet er mit der positiven Tendenz in der Ergebnis- und Finanzplanung bis 2025. Danach wird für 2023 ein Plus von knapp 150 000 Euro und für 2024 von 480 000 Euro angesetzt, für 2025 sogar von 880 000 Euro. Für 2021 stand – bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie – unter dem Strich ein Minus von 836 000 Euro.

Stadt erwartet 176 000 Euro Plus an Gewerbesteuereinnahmen

In diesem Jahr rechnet die Stadt mit 3,38 Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen, das wären 176 000 Euro mehr als 2021, und mit 2,35 Millionen Euro durch die Grundsteuer B.

Die hohen Hebesätze für die Grundsteuern A (620 Prozent) und B (800 Prozent) bleiben unverändert. An Schlüsselzuweisungen erwartet die Badestadt in diesem Jahr 5,69 Millionen Euro. Rund 3,96 Millionen Euro sollen 2022 investiert werden, wobei bei vielen Ausgaben auch Einnahmen durch Zuweisungen und Zuschüsse entgegenstehen. Dennoch ist zur Finanzierung auch die Aufnahme von Krediten bis zu 3,7 Millionen Euro eingeplant. Der Schwerpunkt der Investitionen wird auf die langfristige Verbesserung der kommunalen Infrastruktur gelegt, insbesondere Radwege, aber auch Feuerwehr und Hochwasserschutz.

Bei den Bauprojekten stehen die Ringstraße in Allendorf (760 000 Euro) und die Westerburgstraße in Sooden (400 000 Euro) auf dem Plan, zudem die Brücke am Franzrasen in Allendorf (240 000 Euro). Dickster Posten ist die Sanierung eines Teils der Allendorfer Stadtmauer mit 850 000 Euro.

Installation von Feuerwehrsirenen geplant

Im Bereich Brandschutz und Freiwillige Feuerwehren wird in die Gerätehäuser in Kleinvach (100 000 Euro) und Orferode (80 000 Euro) investiert und Dudenrode soll ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (100 000 Euro) erhalten. Und in Dudenrode, Ellershausen, Hilgershausen und Oberrieden sollen wieder Sirenen installiert werden. Für den Fuhrpark des städtischen Baubetriebshofes müssen Arbeitsfahrzeuge und Geräte für 184 000 Euro angeschafft werden.

Für den Unterhalt von Straßen, Wegen und Plätzen sollen 436 000 Euro ausgegeben werden. Der Zuschuss der Stadt zu den Betriebskosten der Kindertagesstätten steigt leicht um 101 000 Euro auf 2,12 Millionen Euro. Die größten Ausgabeposten sind die Personalkosten samt Versorgungsaufwendungen mit 5,59 Millionen sowie die Kreis- und Schulumlage mit 5,75 Millionen Euro.

Rund 30,15 Millionen Euro hat die Stadt (einschließlich Stadtwerke und Gebäudemanagement) Ende 2021 als langfristige Kreditverbindlichkeiten bei den Banken. Wenn man von 8506 Einwohnern (mit Hauptwohnsitz, Stand 30. Juni 2021) ausgeht, entspricht das einer rein rechnerischen Pro-Kopf-Verschuldung von 3622 Euro.

Auch interessant

Kommentare