„Dem Tierschutz verpflichtet“

Jagdverein Hubertus Eschwege baut neuen Schießstand für Jungjägerausbildung bei Wanfried

Noch im Rohbau: Die Fertigteile des Schießstandes des Jagdvereins Eschwege stehen. Vereinsvorsitzender Rainer Stelzner (links) nimmt die Spende von Wolfgang Wüstefeld von der VR-Bank entgegen.
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Noch im Rohbau: Die Fertigteile des Schießstandes des Jagdvereins Eschwege stehen. Vereinsvorsitzender Rainer Stelzner (links) nimmt die Spende von Wolfgang Wüstefeld von der VR-Bank entgegen.

Der Jagdverein Hubertus Eschwege mit rund 800 Mitgliedern erweitert derzeit seinen vereinseigenen Schießstand bei Wanfried um einen Pistolenschießstand.

Wanfried - Mit 36 Metern Länge und acht Metern Breite ist die Anlage mit sechs Schießbahnen ausgestattet, auf denen in einer Entfernung von 25 Metern mit Kurzwaffen (Pistole und Revolver) trainiert werden kann. Der Stand, der aus Betonfertigteilen besteht, wird nicht überdacht, Querblenden aus Beton sorgen aber dafür, dass keine Kugel die Anlage verlassen kann.

Kurzwaffenschießen spielt zunehmende Rolle bei Jungjägerausbildung

Anlass der stattlichen Investition des Vereins in den Neubau ist, so Dr. Wolfram Brauneis vom Vorstand des Jagdvereines, dass das Schießen mit der Kurzwaffe in der Ausbildung der Jungjäger zur Vorbereitung auf die staatliche Jägerprüfung eine immer größere Rolle spiele. „Als Jagdverein, der alljährlich mehr als 20 Jungjäger in einem Ausbildungslehrgang auf die Jägerprüfung vorbereitet, müssen wir uns dieser Herausforderung stellen“, so Brauneis. Da auch der Jagdverein Hubertus Witzenhausen den Schießstand für die Jungjägerausbildung nutzt, kommen so in jedem Jahr um die 40 junge Jäger zusammen, die in Wanfried das Schießen lernen.

Tierschutz verpflichtet zu regelmäßigem Training

Gleichzeitig seien alle Jäger, gleich welchen Alters, aus Gründen des Tierschutzes verpflichtet, regelmäßig das Schießen und die Handhabung auch der Kurzwaffe zu trainieren, wenn sie diese als Fangschusswaffe, etwa bei der Nachsuche auf bei Verkehrsunfällen verletztes, aber nicht getötetes Wild, einsetzen wollen. Der Tierschutz, der unter anderem auch die Anerkennung des Vereins als gemeinnützig begründet, sei ein zentraler Aspekt der Jagdausübung. Dazu gehöre vor allem auch ein konsequentes Erlernen und Trainieren des jagdlichen Schießens.

Land fördert Bau mit 70.000 Euro

Für den Bau des Pistolenschießstandes hat der Jagdverein vom Land Hessen eine Förderung in Höhe von 70 000 Euro aus der Jagdabgabe erhalten, 40 000 Euro kommen aus Eigenmitteln, der Rest werde über einen „günstigen“ Kredit der VR-Bank-Mitte“ finanziert, so der Vereinsvorsitzende Rainer Stelzner. „Das ist die Zukunft, welcher Verein hat schon einen Pistolenschießstand“, sagt Stelzner.

Unterstützt wird das Vorhaben auch mit 5000 Euro vom Sportbund Werra-Meißner, denn die Anlage soll künftig auch Sportschützen zur Verfügung stehen. Des Weiteren hat die VR-Bank Mitte über ihr Projekt „Ein Herz für die Region“ 1500 Euro gespendet. Als Zeichen übergab am Mittwoch Wolfgang Wüstefeld von der VR-Bank die „Blaue Mitmachbank“ an Stelzner, auf der zu lesen ist: „Wir sind die Mitmachbank und bist ein Teil davon.“

In Betrieb wird die Schießanlage voraussichtlich erst im Frühjahr kommenden Jahres gehen. Denn die gesamte Innenverkleidung aus Holz und der Ausbau des Aufenthaltsraumes vor dem eigentlichen Stand werden Mitglieder des Vereins in Eigenleistung bauen. „Dabei wird uns auch der Jagdverein Witzenhausen helfen“, sagt Stelzner. (Stefanie Salzmann)

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