Seine Leidenschaft gehört der Natur

Jagdverein-Vorsitzender Rainer Stelzner wird heute 80 Jahre alt

Dort, wo er gerne ist: Jubilar und Jagdvereinsvorsitzender Rainer Stelzner in der Natur.
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Dort, wo er gerne ist: Jubilar und Jagdvereinsvorsitzender Rainer Stelzner in der Natur.

Der Vorsitzende des Jagdverein Hubertus Eschwege, Rainer Stelzner, wird heute 80 Jahre alt. Seinen Verein hat er in den 18 Jahren seiner Präsidentschaft ein gutes Stück nach vorne gebracht.

Jestädt – „Nein, das ist ja richtig, was du sagst...“ So beginnen viele der Gespräche mit Rainer Stelzner, die verdeutlichen, wie schnell er seinen Gegenüber im Gespräch um den Finger wickeln kann. Seine freundliche, charmante und zugewandte Art hat unter anderem dazu geführt, dass der Jagdverein Hubertus, dem er seit 18 Jahren vorsteht, in seiner Amtszeit stetig Mitglieder dazugewonnen hat. Heute wird Rainer Stelzner 80 Jahre alt.

Rainer Stelzner wurde 1941 im brandenburgischen Müncheberg geboren. Mit einem der letzten Züge verließ seine Mutter mit ihren Kindern Volker, Rainer und Eilhard 1945 die Stadt und suchte Zuflucht bei Gröbern in Sachsen. Von dort stammte ihr Ehemann, der an der Front als vermisst galt. 1949 verließ die Familie die Sowjetzone und lebte zunächst in Neustadt am Rübenberge. Die in Niederdünzebach geborene Mutter zog es aber in Richtung Heimat. Rainer und Bruder Volker folgten, Eilhard lebt heute in Itzehoe. Rainer Stelzner gab seinen Job in der Landwirtschaft schnell auf. Er wechselte zur Raiffeisenbank, später zur Bausparkasse Schwäbisch Hall. Vor mehr als 45 Jahren heiratete er seine Frau Eva. Zusammen haben sie die beiden Söhne Carsten (45) und Henrik (41), um deren Kinder Lia (9), Emmi (6), Finn (3) und Mailin (3) sie sich heute als Großeltern kümmern.

Rainer Stelzners Leidenschaft gehört aber der Jagd. Seit 42 Jahren besitzt er den Jagdschein und ist – nachdem der bisherige Vorstand nicht mehr kandidierte – seit 2003 Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus Eschwege. „Er ist das Herz und der Motor“, sagen sie im Verein. Über 20 Jahre hat Stelzner zuvor die Geschicke des Vereins in verschiedenen Vorstandspositionen mitbestimmt.

„In seiner Zeit als Vorsitzender ist es ihm gelungen, wesentliche Entwicklungen umzusetzen“, sagt Vorstandskollege Dr. Jörg Brauneis. Der Erhalt und der Ausbau des vereinseigenen Schießstandes in Wanfried ist ihm eine Herzensangelegenheit. Der im Bau befindliche Pistolenschießstand sei ein deutlicher Ausdruck seines Wirkens. In enger Zusammenarbeit mit der Schießgruppe des Vereins ist es ihm gelungen, den Schießstand zu einem regionalen Zentrum für das jagdliche Schießen auszubauen.

Bei der Mitgliedergewinnung ist Rainer Stelzner findig und hartnäckig zugleich. Die Anmeldeformulare hat er immer griffbereit und scheut sich auch nicht, die Beitrittsunterschrift am Sonntagmorgen abzuholen. 1978 gehörten dem Jagdverein noch 366 Mitglieder an. Heute sind es mehr als 700. Der Eschweger Verein gehört mittlerweile zu den größten in Hessen. Seine ruhige und ausgleichende Art helfen oft, die nicht selten hochgehenden Wogen in dem großen Verein zu glätten.

Die Ausbildung des Jäger-Nachwuchses liegt ihm besonders am Herzen. Immer wieder sei es ihm gelungen, so Brauneis, junge Menschen für die Natur zu begeistern. Und meistens haben diese Gespräche mit seinen berühmten Worten begonnen.

Gratulation: Heute um 11 Uhr kommen die Jagdhornbläser des Vereins zu ihrem Vorsitzenden nach Jestädt, um ihn und die Festgemeinde mit Jagdmusik zu unterhalten. (Tobias Stück)

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