Für die Zeit des AufbruchsJanosz König betreut jetzt als Pfarrer Langenhain und Vierbach

Janosz König betreut jetzt als Pfarrer Langenhain und Vierbach

Bodenständig und auf Augenhöhe: der neue Pfarrer Janosz König für Langenhain und Vierbach. Am Sonntag wurde er von Dekanin Ulrike Laakmann in sein Amt eingeführt.
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Bodenständig und auf Augenhöhe: der neue Pfarrer Janosz König für Langenhain und Vierbach. Am Sonntag wurde er von Dekanin Ulrike Laakmann in sein Amt eingeführt.

Für die Gemeinde Langenhain und Vierbach im Kirchspiel Oetmannshausen wurde am vorigen Sonntag Pfarrer Janosz König in das Amt eingeführt. Er folgt Ralph Beyer, der jetzt stellvertretender Dekan ist.

Vierbach – Auf dem Sportplatz in Vierbach wurden am Tag der Deutschen Einheit gleich drei Anlässe gefeiert, wobei hier das Erntedankfest und die Einführung von Pfarrer Janosz König im Mittelpunkt standen. Der Pfarrer, der in Nentershausen wohnt, wechselt mit einer halben Stelle von Hersfeld-Rotenburg in den Kirchenkreis Werra-Meißner. Hier übernimmt er im Kirchspiel Oetmannshausen die Gemeinden in Langenhain und Vierbach.

Zusammen mit Pfarrer Karsten Leischow vertritt er den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer in seinem Kirchspiel. Dekanin Ulrike Laakmann führte den Pfarrer in sein Amt ein und würdigte den zweifachen Familienvater als Fels in der Brandung. Das Prinzip Pfarrer-Mobil kenne Janosz König schon seit dem Vikariat, jetzt werde er zwischen Nentershausen und der neuen Stelle pendeln. „Pfarrer König beginnt seine Stelle in einer Zeit des Aufbruchs, in der wir neu und anders über den Auftrag der Kirche nachdenken müssen“, sagte Ulrike Laakmann. Er sei dafür der richtige Mann, da er schon im vergangenen Jahr neue mediale Wege gegangen sei, etwa mit Video-Gottesdiensten oder seinem Instagram-Auftritt @nahbeidenmenschen.

„Für die Herausforderungen der Zukunft braucht es auch Mut“, betonte Laakmann. Augenzwinkernd fügte sie hinzu, da der Pfarrer von Jugend an auch als Reiter aktiv sei, sei die Besetzung für den nächsten St. Martins-Umzug damit auch schon geklärt.

Allerdings sei Janosz König ein Seelsorger, der keinesfalls hoch zu Ross agiere, sondern im Gegenteil, bodenständig und auf Augenhöhe mit den Menschen sei. Geboren am Niederrhein, studierte er Theologie in Bethel, Münster und Marburg. Ordiniert wurde er in Treysa und trat vor neun Jahren seine erste Stelle im Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg an. Außerdem habe er Erfahrungen als Baupfarrer für Kirchengebäude und Glocken sowie als Prediger to go.

In seiner ersten Predigt schloss Pfarrer König sich der Aktion „Deutschland singt für Einigkeit, Freiheit und Hoffnung“ zum 3. Oktober an. Er selbst sei nicht der beste Sänger, gab er zu, aber darauf käme es nicht an. Zu singen gebe den Menschen Mut und Zuversicht. Während der Pandemie im Gottesdienst auf den Kirchengesang verzichten zu müssen, sei nicht leicht gewesen. „Gottesdienste ohne Gesang sind nur halb so schön, deshalb ist es gut, dass wir jetzt wieder aus vollem Herzen singen können.“ Die Kirchenvorstände in seinen neuen Gemeinden habe er schon getroffen und auch einem 104-Jährigen gratuliert. Auch mit dem Konfirmandenunterricht startet er jetzt wieder.

Den Festgottesdienst begleitete Kathrin Beyer musikalisch am Keyboard und auf der Gitarre und zum Schluss sangen alle Gemeindemitglieder zur Melodie des Europaliedes „Kommt und singt das Lied der Freude“.

Als Vertreter der Kirchenvorstände überreichten Andrea-Müller Brandl und Alexander Marth dem Pfarrer unter anderem eine warme Hoodie-Jacke mit der Aufschrift „Pfarrer“. So könne der Neue gleich von allen erkannt werden. Bis vor Kurzem hatte Pfarrerin Heide Michaela Panke die Stelle inne und wurde übergangsweise von Pfarrerin Dorothée Wecker vertreten. (Kristin Weber)

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