Fast 10.000 Menschen

Jeder Zehnte aus dem Werra-Meißner-Kreis hat die erste Impfung schon bekommen

Ältere Frau erhält eine Corona-Impfung in den Oberarm.
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Ein kleiner Pieks : Für den vollen Impfschutz gegen Corona ist diese Prozedur zwei Mal notwendig.

Die Impfungen im Werra-Meißner-Kreis kommen besser voran als im Rest des Landes. Bislang wurden im Landkreis 9430 Personen erst- und 3342 Personen zweitgeimpft.

Werra-Meißner - Das entspricht einer Quote von 9,4 bzw. 3,3 Prozent. Der hessische Durchschnitt liegt bei 6,6 Prozent bei den Erstimpfungen und 2,9 Prozent bei den Zweitimpfungen (Stand Mittwoch). Zwischen 300 und 400 Menschen werden pro Tag immunisiert.

Auch über 65-Jährige werden jetzt mit Astrazeneca geimpft

Der Werra-Meißner-Kreis und das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die die Impfungen organisieren, hoffen jetzt, dass im Laufe der Zeit den Menschen mehr Dosen zugestanden werden. Derzeit wird im Landkreis mit den Präparaten von Biontech, Moderna und Astrazeneca geimpft. Astrazeneca durfte bislang nur an Erwachsene im Alter von 18 bis 64 ausgegeben werden. Am Mittwochmorgen hat das DRK in Eschwege die Zusage erhalten, auch Menschen über 65 Jahre mit diesem Vakzin zu impfen.

Akzeptanz für Astrazeneca inzwischen gestiegen

Auch im Impfzentrum in Eschwege hatte Astrazeneca mit einem schlechten Ruf zu kämpfen. „Es gab Menschen, die eine Impfung mit diesem Produkt abgelehnt haben“, sagt Matthias Gebhardt, stellvertretender Leiter des Impfzentrums Werra-Meißner. Diese Personen wurden dann wieder nach Hause geschickt und müssen sich jetzt um einen neuen Impfttermin bemühen. Astrazeneca war wegen Nebenwirkungen – insbesondere bei jüngeren Patienten – in Verruf geraten. „Wir mussten viel Aufklärungsarbeit leisten“, berichtet Gebhardt. Die Akzeptanz für das Präparat sei mittlerweile gestiegen.

Erzieher, Lehrer und medizinisches Personal sind als nächstes dran

Momentan werden weiterhin Menschen der Prioritätsgruppe 1 erst- und zweitgeimpft. Aktuell kommen Menschen der zweiten Gruppe hinzu. Ab dem Wochenende 20./21. März bekommen Lehrer, Schulpersonal und Erzieher die ersten Immunisierungen. Mitarbeiter in Arztpraxen und medizinisches Personal haben am vergangenen Wochenende ihre Injektionen bekommen. „Durch die Wochenendtermine werden die Arbeitsprozesse nicht unterbrochen“, teilt Landkreissprecher Jörg Klinge mit. Im Raum Witzenhausen werden die Erzieher durch mobile Impfteams geimpft.

Über übrigen Impfstoff entscheidet Impfrat

Am Ende eines Impftages würden einige wenige Impfdosen übrig bleiben, berichtet Klinge weiter. Das betreffe in der Regel angebrochene Vials, oft von Biontech. Diese übrig gebliebenen Vakzine werden dann „nach der vom neu gegründeten Impfrat überwachten und nach den Vorgaben der Impfverordnung erstellten Liste der Berechtigten“ an die Nachrücker vergeben. (Tobias Stück)

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