Jetzt kommt der Papierkram:

Silke Sommermann ist die neue Vorsteherin des Ortsgerichts Meißner

Der neue Sitz des Ortsgerichts: Zuhause, im Allendörfer Weg in Weidenhausen, geht Silke Sommermann allen Angelegenheiten des Ortsgerichts nach.
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Der neue Sitz des Ortsgerichts: Zuhause, im Allendörfer Weg in Weidenhausen, geht Silke Sommermann allen Angelegenheiten des Ortsgerichts nach.

Silke Sommermann öffnet die Tür zu ihrem Büro. Bis oben hin stapeln sich in Regalen Aktenordner des Ortsgerichts der Gemeinde Meißner. Bei ihrem Job kommt einiges an Papierkram zusammen.

Seit dem 23. Juni hat das Ortsgericht seinen neuen Sitz im Allendörfer Weg in Weidenhausen, wo die 52-Jährige mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt. Ihren Weg ins Ortsgericht fand sie 2015, als sie sich als Ortsgerichtsschöffin beworben hatte.

Als der ehemalige Vorsteher Herr Rundnagel im März jedoch verstarb, wurde Sommermann von der Gemeinde dem Amtsgericht als neue Vorsteherin vorgeschlagen. Ihr Ehrenamt betreibt sie weiterhin mit Freude. „Jetzt habe ich allerdings den ganzen Papierkram zu erledigen“, lacht die frisch ernannte Vorsteherin. Davon zeugen die mit Ordnern gefüllten Regale, die sich im Arbeitszimmer befinden.

Grundstücke schätzen, Häuser versiegeln

Zu ihren Aufgaben zählen auch weiterhin das Schätzen von Grundstücken und Ländereien, Beglaubigungen, Nachlasssicherung und die Versiegelung von Häusern. Dabei kann Sommermann mit ihrer Tätigkeit in der Kreisverwaltung im Fachbereich Bauen und Umwelt schon einiges an Vorwissen für ihre Aufgaben im Ortsgericht vorweisen.

Seit Juni darf das Ortsgericht nach einer Corona-Pause wieder Schätzungen unternehmen. „Normalerweise haben wir ungefähr zehn bis zwanzig Schätzungen im Jahr, seit Juni sind es allein schon zehn. Durch die Pandemie hat sich jetzt alles angehäuft“, erzählt die Weidenhäuserin. Es gibt also gleich ordentlich zu tun.

Dabei ist für Silke Sommermann seit Beginn ihrer Tätigkeit jeder Fall für sich etwas ganz besonderes: „Es geht immer um persönliche Sachen, deswegen ist jeder Fall anders. Man kann nicht alle Häuser über einen Kamm scheren.“

„Habe noch keine böse Überraschung erlebt“

Dabei halten manche Häuser auch negative Überraschungen bereit: Manchmal seien sie marode oder in einem sehr schlechten Zustand zurückgelassen worden, weshalb die Aufgabe des Ortsgerichtes oft nicht ungefährlich ist. „Ich habe bisher aber noch keine böse Überraschung erlebt“, erinnert sich Sommermann.

Von den 21 Ortsgerichten im Kreis ist Silke Sommermann eine von drei Frauen im Vorstand und die erste Ortsgerichtsvorsteherin des Ortsgerichts Meißner. Nun gilt es, sich mit der neuen Aufgabe auseinanderzusetzen und an ihr zu wachsen. „Ich freue mich über jede Aufgabe, lasse alles auf mich zukommen wünsche mir, dass immer alles gut verläuft und keiner zu Schaden kommt.“ (Anna Schellhase)

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