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Jetzt werden wieder Wintervögel gezählt

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Haussperling: Er ergatterte 2022 den ersten Platz als häufigster Wintervogel in Deutschland. archiv
Haussperling: Er ergatterte 2022 den ersten Platz als häufigster Wintervogel in Deutschland. © Gerhard Kalden

Am Dreikönigstag startete wieder Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion „Stunde der Wintervögel“.

Werra-Meißner – Vom 6. bis zum 8. Januar lädt der Nabu alle Naturfreunde dazu ein, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem Nabu zu melden. Die traditionelle Wintervogelzählung von Nabu und seinem Bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) findet bereits zum 13. Mal statt.

„Wir sind gespannt, ob die aktuell milde Winterphase wie in den Vorjahren zu weniger Flugverkehr am Futterhaus führt. Ohne Frost und Schnee finden viele Vogelarten ihr Futter leichter in der Natur – daher werden wir wahrscheinlich weniger Besucher und Arten an den Futterstellen zählen. Das haben wir bereits früher in milden Wintern beobachten können“, sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Bernd Petri.

„Dazu kommt noch, dass durch das Mastjahr Eichen, Buchen, Fichten und Co. viele Früchte gebildet haben. Für Arten wie Kleiber, Eichelhäher, Kernbeißer und Finken ist das wie ein Schlaraffenland. Möglicherweise bleiben sie eher im Wald und kommen nicht so oft in die Siedlungen. Das alles wird unsere Zählung zeigen.“

Bei der vergangenen Vogelzählung im Januar 2022 ergatterte der Haussperling den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschland. Gärten, Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei. In Hessen beteiligten sich mehr als 13 126 Menschen, dabei gingen Meldungen aus mehr als 9230 Gärten und Parks mit 324 890 gezählten Vögeln ein. „Die dabei gesammelten Daten sind für den Vogelschutz äußerst wertvoll, weil sie Aufschluss über den Zustand der heimischen Vogelwelt in unseren Siedlungen geben. Je mehr Menschen mitmachen, desto genauer wird unser Bild“, erläutert der hessische Nabu--Vogelexperte Bernd Petri.

„Um an der Mitmachaktion teilzunehmen, reicht das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt aus. Eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig“. Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem Nabu. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist.

Die Beobachtungen können per App unter NABU.de/vogelwelt, unter stundederwintervoegel.de oder unter NABU.de/onlinemeldung bis zum 16. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 7. und 8. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die Rufnummer 08 00/1 15 71 15 geschaltet.  red/juh

Die Naju lädt mit der „Schulstunde der Wintervögel“ zudem vom 9. bis 13. Januar 2023 alle Kinder ein, die Wintervögel spielerisch kennenzulernen, zu beobachten und eine Stunde lang zu zählen.

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