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Joachim Siegmann aus Weidenhausen mit dem Ehrenbrief des Landes ausgezeichnet

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Von: Harald Triller

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Mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet: Joachim Siegmann. Landrätin Nicole Rathgeber und Bürgermeister Friedhelm Junghans (links) rahmen bei der Verleihung ihn und seine Frau Waltraud, die sich über einen Blumenstrauß freuen durfte, ein.
Mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet: Joachim Siegmann. Landrätin Nicole Rathgeber und Bürgermeister Friedhelm Junghans (links) rahmen bei der Verleihung ihn und seine Frau Waltraud, die sich über einen Blumenstrauß freuen durfte, ein. © Gemeinde Meißner/nh

Politisch, im Sport und allgemein für seinen Heimatort hat sich Joachim Siegmann stets eingesetzt. Geehrt wurde der 71-Jährige nun mit dem Landesehrenbrief.

Abterode/Weidenhausen – Landrätin Nicole Rathgeber und Friedhelm Junghans, der in seiner Funktion als Bürgermeister von Meißner die Ehrung beantragte, haben Joachim Siegmann im Auftrag des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

Diese Anerkennung wurde Siegmann in Würdigung seiner ehrenamtlichen Verdienste zuteil, die er einerseits in der Kommunalpolitik erworben hat, und darüber hinaus machte er sich für das Gemeinwohl in seiner Heimatgemeinde Meißner sowie für sein Heimatdorf Weidenhausen stark.

30 Jahre aktive Politik

Er sei, so Friedhelm Junghans, insgesamt 30 Jahre, von 1991 bis 2021, in verschiedenen Gemeindegremien aktiv gewesen. „Und nicht zuletzt als Polizeibeamter war er mit den Verwaltungsabläufen vertraut, was sich dann auch, wie selbstverständlich, in seiner politischen Arbeit widerspiegelte. Er hat mit diesem Wissen und seinen Ideen sehr zur positiven Weiterentwicklung der Gemeinde Meißner beigetragen“, so die anerkennenden Worte des Bürgermeisters.

Joachim Siegmann ist 1951 in Eschwege geboren, ehe er mit drei Jahren mit seiner Familie von Niederhone nach Weidenhausen zog. „Nach der Schule gestaltete sich mein beruflicher Werdegang abwechslungsreich“, ging der heute 71-Jährige auf seine kaufmännische Lehre ein, die er mit 14 bei Messerschmidt begann. Als das Eschweger Traditionshaus von Karstadt übernommen wurde, beendete er seine Ausbildung bei Clermont. Mit 21 holte er bei der Polizei den höheren Schulabschluss nach und diente bis zur Pension in 2011 als Gesetzeshüter für Recht und Ordnung.

Mit 40 Jahren der SPD beigetreten

Friedhelm Junghans: „Als Mitglied der SPD hat er mit 40 Jahren kommunalpolitische Verantwortung für Meißner übernommen, war von 1991 bis 2006 im Gemeindevorstand aktiv, davon sogar zwei Jahre als Erster Beigeordneter und war somit Stellvertreter des Bürgermeisters. Ab 2006 gehörte er dann zehn Jahre bis zur Kommunalwahl 2016 als Gemeindevertreter dem Parlament an und war parallel im Ortsbeirat von Weidenhausen engagiert“, erklärte der Bürgermeister.

Wörtlich: „Als er seine politische Laufbahn 2016 beenden wollte, wurde er im Oktober 2017 nochmals als Nachrücker in den Ortsbeirat berufen und erfüllte diese Aufgabe bis zum Ende der Wahlperiode im März 2021, auch als stellvertretender Ortsvorsteher. Damit war Joachim Siegmann, die Zeiten in allen Gremien addiert, insgesamt 38,5 Jahre in der Kommunalpolitik verankert.“

„Er begnügte sich nicht damit, Missstände zu kritisieren“

„Für mich war es selbstverständlich, das Vertrauen, das die Bürger bei vielen Kommunalwahlen in meine Person gesetzt haben, zu rechtfertigen. Ich habe mich sehr gerne in den Dienst der Allgemeinheit gestellt und mich mit viel Courage für das Allgemeinwohl eingesetzt“, sagt Joachim Siegmann.

Und der Bürgermeister ergänzt: „Seine Tätigkeit in der Kommunalpolitik war von einer Grundhaltung geprägt, die seinem Selbstverständnis entspricht. Er begnügte sich nicht damit, Missstände zu kritisieren. Nein, er versuchte, sie auch zu ändern. Auch seine immer vorhandene Dialogbereitschaft, seine verbindliche Art und seine Integrationsfähigkeit haben ihm die hohe Wertschätzung der Mitbürger eingebracht. Sein Wort zählte, seine Meinung hatte Gewicht.“

Seine Ehefrau Waltraud unterstützte ihn stets

Im SPD-Ortsverein Meißner hat Joachim Siegmann die vergangenen 20 Jahre zusammen mit seiner Frau Waltraud die Organisation des traditionellen politischen Aschermittwochs übernommen. Der in diesem Rahmen verköstigte Heringssalat ist, verbunden mit viel Lob, im ganzen Werra-Meißner-Kreis bestens bekannt.

Und der Sport, im Besonderen der Fußball, hat es ihm angetan: „Ich stand über den Zeitraum von acht Jahren zunächst beim SV Adler und im weiteren Verlauf bei der JSG Meißner als Jugendwart in der Verantwortung und habe in Personalunion noch die Kasse geführt. Auch meine Frau Waltraud, die mir ohnehin bei der Ausübung meiner vielen Ehrenämter zur Seite stand, war ebenfalls mit in den Fahrdienst der jungen Fußballer eingebunden“, erinnert sich Siegmann an Fahrten in entgegengesetzte Richtungen. „Sie fuhr mit einem Team nach Sontra, ich nach Hundelshausen.“

Landrätin lobte seinen Einsatz

Und er gehört zur Kategorie der Menschen, die vor der Arbeit nicht davonlaufen. „Ja, ich sehe die Notwendigkeiten und versuche, sie abzustellen“, sagt der 71-Jährige, der auch beim Sauberhalten der SVA-Spielstätte am Chattenloh mit seinem Seniorenteam für Ordnung sorgt.

Lobende Worte erreichten den Geehrten natürlich auch seitens der Landrätin: „Ihren Einsatz für die Allgemeinheit möchte ich in die charakteristischen Eigenschaften vorbildlich und beispielgebend für die kommenden Generationen einordnen“, sagte Nicole Rathgeber und nahm die Verleihung von Anstecknadel und Urkunde vor.

Joachim Siegmann, der in seiner Freizeit mit Vergnügen Motorrad fährt, ist ein Familienmensch. Allerdings muss er beim Besuch der Familien seiner Söhne, die ihm und seiner Waltraud vier Enkel bescherten, weite Reisen einplanen, die ihr Ziel in der Hansestadt Hamburg oder im nordrhein-westfälischen Ratingen finden. Von Harald Triller

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