Das Zelt im Kinderzimmer aufgebaut

Jugendfeuerwehr Aue trifft sich zum digitalen Zeltlager

Jugendfeuerwehrwartin Aue
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Jugendfeuerwehrwartin Aue

Ein virtuelles Jugendzeltlager hat die Feuerwehr Aue zu Himmelfahrtswochenende organisiert. 17 Kinder und Jugendliche haben mit viel Spaß daran teilgenommen.

Aue – Zelten mit Nachtwanderung und abendlicher Partystimmung – Wie das in der aktuellen Zeit geht? Das macht die Jugendfeuerwehr Aue vor. Feuerwehrjugendwartin Nina Gerhardt veranstaltete am Himmelfahrtswochenende ein virtuelles Jugendfeuerwehrzeltlager im Internet. 17 Kinder und Jugendliche – sowohl aus Aue, als auch aus Wanfried – haben daran teilgenommen.

Dabei stand einiges auf dem Programm: Vom gemeinsamen Zeltaufbauen, über Spieleabende, Basteln, Bauen, bis hin zum gemeinsamen Kochen – jeder in seiner heimischen Küche – und einer Wanderung mit allerlei Stationen zum Aktivwerden.

Über die Videokonferenz-Plattform Skype blieben die Kinder und Jugendlichen im virtuellen Raum die ganze Zeit in Kontakt. Für ihre Nachtlager bauten sie dann zu Beispiel gemütliche Höhlen aus Decken und Kissen in ihren eigenen vier Wänden des Kinderzimmers. So wie der elfjährige Paul Hübenthal von der Jugendfeuerwehr in Wanfried. „Das Wochenende hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt Paul. „Am besten fand ich, als wir den Stuhl gebaut und die Schlüsselanhänger gebastelt haben.“

Das Holz zum Bauen des Stuhls haben die Teilnehmer im Vorfeld bekommen. „Unter Videoanleitung haben sie dann ihren eigenen Campingstuhl gebaut, als Lehne dienten dabei zerschnittene Feuerwehrschläuche“, erklärt Pauls Mutter Verena Hübenthal.

Ein besonderer Höhepunkt war für die Jugendlichen aber auch die digitale Schnitzeljagd, bei der sie mittels einer Smartphone-App verschiedene Stationen in Aue finden und dort Aufgaben lösen mussten, um Punkte zu sammeln, berichtet die Jugendwartin Nina Gerhardt.

An den Stationen ging es zum Beispiel ums Feuerwehrschlauch-Kegeln, wobei die Jugendlichen Verkehrshütchen mit Wasser umspritzen mussten, es gab eine Fotostation, Dosenwerfen und natürlich einen Feuerwehrstiefelweitwurf. „Das hat uns am meisten Spaß gemacht. Dadurch war man auch mal draußen“, sagt die 14-jährige Finnja Bachmann aus Aue, die zusammen mit ihrem 16-jährigen Bruder Loris im Wohnzimmer das Zelt aufgeschlagen hatte. „Wir haben in Aue einige Geschwisterkinder. So saßen wenige alleine vor dem Computer“, sagt Nina Gerhardt.

Am Samstagabend trafen sich die Jugendlichen sogar in einer virtuellen Welt, wo sie sich in Räumen etwa zu Spielen und zum Quatschen treffen konnten oder sie ließen ihre Figuren per Mausklick auf der virtuellen Tanzfläche tanzen. „Das Zeltlager war eine tolle Aktion und gute Abwechslung“, sagt Finnja. „Aus dieser Zeit muss man eben das Beste machen.“ jes Foto: jessica sippel

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