Das Einsatzfahrzeug kennenlernen

Jugendfeuerwehren Wanfried und Aue bieten Übungsdienst im Netz an

Erklären vor der Kamera: André Langelotz (links), stellvertretender Jugendwart der Wanfrieder Wehr, und Benjamin Kleinpeter, Wehrführer der Stadt Wanfried.
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Erklären vor der Kamera: André Langelotz (links), stellvertretender Jugendwart der Wanfrieder Wehr, und Benjamin Kleinpeter, Wehrführer der Stadt Wanfried.

Die Jugendfeuerwehren aus Wanfried und Aue haben sich jetzt zu einem gemeinsamen Übungsdienst getroffen – via Videokonferenz im Internet.

Wanfried/ Aue - „Zuerst haben wir uns nur online zum Quatschen und Spielen getroffen, irgendwann kam dann die Idee, dass wir auch einen Online-Übungsdienst machen könnten“, erklärt Nina Gerhardt, Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Aue.

Zuerst realisierte sie den Übungsdienst für ihre Jugendlichen, seit Februar ist auch die Jugendfeuerwehr Wanfried mit im Boot und es wird gemeinsam gelernt. Am Donnerstagabend erklärte Wanfrieds Wehrführer Benjamin Kleinpeter zusammen mit André Langelotz, stellvertretender Jugendwart von Wanfried, vor der Kamera das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF20.

Alternative, um Jugendliche bei der Stange zu halten

„Der Online-Übungsdienst macht richtig viel Spaß, es ist schön, die anderen zu sehen und etwas zu lernen, und gemeinsam spielen ist auch super“, erklärt der zehnjährige Elias Geiser aus Aue. Das Angebot sei eine gute Alternative, um die Jugendlichen bei der Stange zu halten, erklärt Nina Gerhardt. Ihr Schützlinge sollen auch noch Lust auf die Jugendfeuerwehr haben, wenn die Pandemie vorbei ist, sagt sie. Rund 20 Jugendliche aus Wanfried und Aue treffen sich normalerweise donnerstags, um Feuerwehrthemen zu besprechen.

„Wir hatten den Jugendlichen auch schon mal ein Stück Feuerwehrleine und eine Anleitung in den Briefkasten geworfen und haben dann gemeinsam online Knoten geübt, das ist auch sehr gut angekommen. Die Kinder und Jugendlichen müssen aktiv was machen“, ergänzt Nina Gerhardt. Wehrführer Benjamin Kleinpeter stellt den Jugendlichen im Übungsdienst aus dem Gerätehaus in Wanfried die Inhalte des Feuerwehrfahrzeugs vor und erklärt, wofür man etwa den hydraulischen Rettungszylinder braucht. „Den Pedalschneider benötigt man zum Durchschneiden von festem Material, unter anderem bei Autounfällen“.

„Der Online-Übungsdienst ist besser als nichts, hoffentlich können wir uns bald wieder normal treffen“, erklärt der 13-jährige Nils Fehrmann. Nina Gerhardt erklärt außerdem, dass die Feuerwehr noch mehr als andere Vereine eingeschränkt ist, weil die Einsatzkräfte für den Notfall einsatzfähig bleiben müssen.

Die Praxis fehlt

Auch die Einsatzabteilung trifft sich seit rund einem Jahr zu Online-Übungsdiensten. „Nicht nur der praktische Teil fehlt besonders, sondern auch die Kameradschaft, das geht nicht nur den Erwachsenen so, sondern auch den Kindern“, erklärt auch Oliver Fehrmann, Stadtjugendfeuerwehrwart von Wanfried.  Sonja Berg

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