Bildung, Beteiligung, Treffpunkte

Werra-Meißner: Jugendliche übergeben ihren Masterplan an Bürgermeister, Landrat und Schulbehörde

Die Beteiligten stehen vor und auf einer Treppe -  Jugendliche übergeben ihr Papier
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Stellvertretend für die im Masterplanprozess beteiligten Jugendlichen übergeben Clemens Kampmann (hinten von links), Margarethe Schädel und Kosta Panou den Masterplan Jugend an Anita Hofmann (Staatliches Schulamt, vorne von links), Bürgermeister Friedel Lenze und Landrat Stefan Reuß.

Knapp drei Jahre hat es gedauert, jetzt liegt der Masterplan Jugend für den Werra-Meißner-Kreis vor. Es geht um Bildung, Beteiligung, Treffpunkte, Unterstützung, Digitalisierung und Mobilität.

Werra-Meißner – Stellvertretend für die am Prozess beteiligten Jugendlichen übergaben nun Margarethe Schädel, Kosta Panou und Clemens Kampmann den Plan an die Leiterin des Staatlichen Schulamtes Anita Hofmann, Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Friedel Lenze als Vertreter der Bürgermeister im Kreis, wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist. Weiter heißt es: Diese Drei wurden ausgewählt, da die Schule, der Kreis und die Städte und Gemeinden wesentlichen Einfluss auf das Leben von Jugendlichen haben und notwendige Unterstützung bieten können.

Im Masterplan Jugend wurden als zentrale Bereiche die Themen Bildung, Beteiligung, Treffpunkte, Unterstützung, Digitalisierung und Mobilität benannt und konkrete Forderungen erarbeitet. Das sind etwa: freie selbstgestaltbare Räume für Jugendliche vor Ort, feste Ansprechpartner für Jugendbelange in den Städten und Gemeinden, ein kostenfreies Hessenticket für alle Schüler, eine kreisweite Jugend-App und bessere Beteiligungsstrukturen in Kommune und Schule.

Weiter heißt es in der Mitteilung des Kreises: Der gedruckte Masterplan, der unter Federführung der Kreisjugendförderung (KJF) und des Vereins für Regionalentwicklung (VfR) mit Mitarbeitern der Jugend- und Kulturarbeit entstanden ist, wird nun an die Adressaten der Forderungen und für Jugendliche relevante Institutionen verschickt: Dazu zählen etwa die Städte und Gemeinden, die Schulen, Vereine und Verbände, der NVV, Vertreter des Kreistages und das Land Hessen. Verbunden ist dies mit der Bitte zu prüfen, ob und wie die Forderungen der Jugendlichen von der jeweiligen Institution umgesetzt werden können. Die Kreisjugendförderung und weitere Fachkräfte der Jugendarbeit stehen ihnen bei Bedarf beratend zur Seite.

„Der Masterplan ist als Startschuss eines gemeinsamen kontinuierlichen Diskussions- und Beteiligungsprozesses zu sehen“, so Armin Bahl von der Kreisjugendförderung. „Wir müssen Jugendliche ernst nehmen, auf Augenhöhe mit ihnen reden und ihnen die Möglichkeit bieten, die Region aktiv mitzugestalten. Dazu ist es notwendig, mit ihnen immer wieder das Gespräch zu suchen, Verantwortung und Ressourcen mit ihnen teilen und sie dort zu unterstützen, wo es notwendig ist.“ Ziel der weiteren Umsetzung sei, Vertreter der Gesellschaft und der Politik mit Jugendlichen zusammenzubringen und Jugendliche und deren Interessen stärker in die gesellschaftliche Entwicklung einzubeziehen Der Fortschritt der Umsetzung soll alle zwei Jahre bei Jugendpolitiktagen geprüft werden.

Gestartet wurde der Prozess unter Leitung des VfR und der KJF mit einer Auftaktveranstaltung vor drei Jahren. Es folgten Veranstaltungen, Online-Befragungen, Interviews und Workshops, um Bedarfe und Forderungen für einen jugendgerechteren Kreis zu ermitteln. Dabei diskutierten die Jugendlichen untereinander und mit Vertretern unter anderem aus Politik, Wirtschaft, Jugendarbeit, Verwaltung und Schule. Im Frühjahr 2020 wurde der fertige Masterplan im Kreistag beschlossen.  (nde)

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