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Jugendliche im Landkreis wollen Radwege-Ausbau, Räume und Digitalisierung

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Von: Kristin Weber

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Soll verbessert werden: Jugendliche aus dem Kreis wünschen sich sowohl den Ausbau der Radwege als auch mehr Öffentlichen Nahverkehr abends und am Wochenende.
Soll verbessert werden: Jugendliche aus dem Kreis wünschen sich sowohl den Ausbau der Radwege als auch mehr Öffentlichen Nahverkehr abends und am Wochenende. © Jens Schellenberger

Damit der Kreis auch 2023 bis 2027 wieder Leader-Förderungen bekommen kann, muss eine lokale Entwicklungsstrategie erarbeitet werden. Jetzt wurden die Jugendlichen gefragt.

Eschwege – Der Werra-Meißner-Kreis ist seit einigen Jahren Leader-Förderregion, das heißt, die EU sowie das Land Hessen vergeben Fördermittel für die Entwicklung der ländlichen Region. In vier Workshops wurden die Ziele bereits erarbeitet und konkrete Projekte vorgestellt.

„Die Jugend soll ihre Stimme mit einbringen und Ziele und Projekte vorschlagen, die wir umsetzen können“, sagte Sabine Wilke vom Verein für Regionalentwicklung, der die Bewerbung des Kreises für das Leader-Programm vorantreibt. „In den Workshops hat diese Stimme bisher gefehlt.“ In ihrem eigenen Workshop hatten die Jugendlichen dazu die Chance. Und sie hatten gleich konkrete Vorschläge mitgebracht: So möchte der Kreisjungendring Eschwege Probenorte für Schülerbands einrichten, um so die örtliche Kulturszene zu beleben. Ebenfalls gewünscht ist eine Jugend-Konferenz zum Austausch über Fragen des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit, in der auch über Fortschritte im Werra-Meißner-Kreis berichtet wird. Außerdem wollen sich die Jugendlichen über politische Themen austauschen. Sie möchten, dass Radwege, Mountainbike-Strecken und Jugendräume ausgebaut werden, ebenso die Digitalisierung der Schulen. Es soll mehr Angebote zur Prävention vor ungesundem Medienkonsum geben. Eine kreisweite Jugend-App zur Vernetzung ist bereits in Vorbereitung. Und was ist mit einem Ausbildungscampus; ein Thema, das den Erwachsenen sehr wichtig war? In dieser Hinsicht plädieren die Jugendlichen eher dafür, dass die während der Coronapandemie ausgefallenen Schülerpraktika in den Betrieben nachgeholt werden können.

Und sonst? Der Öffentliche Nahverkehr solle besser werden, gerade abends und am Wochenende. Ein konkretes Projekt schlägt die Burg Ludwigstein vor: eine Kinderbauhütte.

Zur Abschlussveranstaltung der lokalen Entwicklungsstrategie, die am 29. März im E-Werk in Eschwege stattfindet, sollen alle Projektideen, die als Leuchtturmprojekte dienen können, präsentiert werden. (Kristin Weber)

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