Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ bewertete 17 Orte

Alt und Jung packen an

Begehung „Unser Dorf hat Zukunft“ in Kleinalmerode: Die Wettbewerbs-Kommission mit Ortsvorsteherin Angela Veith (vorne links) auf dem Spielplatz. Foto: Haeseler

Kleinalmerode. 40 Jahre Jugendgruppe, das ist schon etwas ganz Besonderes: Selten findet man in kleineren Dörfern eine Jugend, die sich selbst verwaltet und dafür sorgt, dass immer etwas zu tun ist. Das entdeckte auch die Kommission des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft", die jetzt im Landkreis unterwegs war.

In Kleinalmerode lohnt es sich für junge Leute, der Gruppe beizutreten. Ein zweistöckiger Gruppenraum mit Bar, Kicker, Billardtisch, Musikanlage und Sofas lädt zum Feiern und Entspannen. Sogar einen Grillplatz haben sich die Teenies selbst gebaut.

Dies war nur eine Station auf dem Dorfrundgang, bei dem Ortsvorsteherin Angela Veith der Wettbewerbskommission für „Unser Dorf hat Zukunft“ zeigte, was Kleinalmerode zu bieten hat. Weitere Punkte waren der Lindenplatz, der oft als Festplatz dient, der Klippenborn, die alte Backstube, die zu modernen Mietwohnungen umgebaut wurde, und die ehemalige Bäckerei, die nun auch die nötigsten Lebensmittel anbietet. Eineinhalb Stunden nahm sich die Jury Zeit, um jeden teilnehmenden Ort zu erkunden, und machte fleißig Notizen. Denn nicht nur die Optik wie Grün- und Baugestaltung zählten, sondern auch bürger- und wirtschaftliche Aktivitäten und die allgemeine Entwicklung.

Obwohl Kleinalmerode viele Vereine, wie VdK, Musikzug, Feuerwehr, Frauengruppe, Schützen-, Sport-, Gesang-, Gymnastik-, Heimat- und Verkehrsverein vorzuweisen hat, standen diese nicht einzeln im Vordergrund, sondern das Ergebnis der Zusammenarbeit aller Vereine und Bürger. So pflegen alle zusammen in Eigenleistung die Grünanlagen, bauten Spiel- und Bolzplatz und unterstützen in großem Umfang den regelmäßig stattfindenden Bilsteinmarathon. Natürlich dürfen auch gemeinsame Feste nicht fehlen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Kesperstube von Willi Sußebach. In gemütlicher Almhütten-Atmosphäre mit Panoramablick treffen sich nicht nur Dorfbewohner, beispielsweise zum Public-Viewing, sondern auch Touristen werden angelockt. So können Wandergruppen oder Vereine per Planwagen die Gegend erkunden und sich anschließend bei Kaffee und Kuchen erholen. Auch eine Likörmanufaktur und ein Hofladen gehören zur Kesperstube.

Zum Ende des Rundgangs fanden sich Kommission, Ortsvorsteherin und Vertreter der Dorfgemeinschaft im Bürgerhaus ein, wo die Aktivitäten des Dorfes in einer Ausstellung zusammengefasst wurden. Zum Abschied lobte die Jury besonders die Eigendarstellung der Jugendgruppe.

„Ich denke, wir haben uns der Jury gegenüber von unserer besten Seite gezeigt. So oder so ist es schön, überhaupt dabei zu sein. Und wir wissen ja, was wir an unserem Dorf haben“, bilanziert Ortsvorsteherin Angela Veith. Weiter ging die Reise für die Kommission dann nach Marzhausen.

Von Diana Haeseler

Sechs Tage, 17 Orte

Sechs Tage lang fuhr die Kommission von Ort zu Ort, um alle Teilnehmer des 35. Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ zu bewerten. Aus dem Landkreis nehmen die Orte Dudenrode, Wolfterode, Orferode, Hitzerode, Germerode, Hetzerode, Quentel, Hundelshausen, Niddawitzhausen, Ulfen, Renda, Lüderbach, Wendershausen, Kleinalmerode, Marzhausen, Motzenrode und Jestädt teil.

Bewertet werden diese durch Vorsitzende Annette Schnellhammer (Werra-Meißner-Kreis: Dorf- und Regionalentwicklung), Bärbel Scherp (Gebietsagrarausschuss), Andrea Imhäuser (Naturschutz), Helga Kawe (Verein für Regionalentwicklung), Hartmut Henkelmann (Landsenioren), Ulrike Zindel (Ortsvorsteherin Meißner), Hans Giller (ehemaliger Bürgermeister) und Walter Halepape (Architekt). Als Gast der Jury war Rainer Wallmann, erster Kreisbeigeordneter des Werra-Meißner-Kreises, anwesend. (da)

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