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„Nussknacker und Zuckerfee“: Alle Veranstaltungen waren ausverkauft

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Von: Tobias Stück

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Starkes Ensemble: (von links) Julius Beck (Maus), Teresa Bickert (Zuckerfee), Karin Perels (Königin), Heiko Alsleben (Herr Mäuserich), Manfred Rehbaum (König Lollipop) und Cara Hartmann (Pirlipat).
Starkes Ensemble: (von links) Julius Beck (Maus), Teresa Bickert (Zuckerfee), Karin Perels (Königin), Heiko Alsleben (Herr Mäuserich), Manfred Rehbaum (König Lollipop) und Cara Hartmann (Pirlipat). © Karina Preiß

Eine Woche lang hat das Junge Theater mehrfach „Nussknacker und Zuckerfee“ gezeigt. Auch die letzten beiden Veranstaltungen am Wochenende (04.12.2022) waren ausverkauft.

Eschwege – Am ersten Advent feierten sie Premiere, in der vergangenen Woche sind zahlreiche Schulklassen in den Theatergenuss gekommen. Mit „Nussknacker und Zuckerfee“ verzauberte das Ensemble des „Jungen Theaters Eschwege“ jetzt das Publikum. Mit der Stückauswahl hat die Regie (Charlotte Kemmsies und Marlies Koch) einen Klassiker in modernisierter Fassung ins E-Werk nach Eschwege gebracht.

Die junge Marie (Marlene Alsleben/Matilda Wachter) reist in das Marzipankönigreich und lernt die dort lebenden Puppen kennen, darunter das Königspaar (Karin Perels und Manfred Rehbaum), ihre Tochter, die Prinzessin Pirlipat (Franziska Keudel/Cara Hartmann) und Prinz Theodor (Mattis Eyser), der zu Pirlipats Geburtstag anreist. Doch jedes Märchen braucht einen Bösewicht. Herr Mäuserich (Heiko Alsleben) will nicht einfach nur ein Stück vom Kuchen abhaben, sondern greift mit Hilfe seines Zauberumhangs selbst nach der Krone. Kann Marie dem Nussknacker (Pauline Perels), der Zuckerfee (Teresa Bickert) und ihren Freunden dabei helfen, die Geschichte zu einem Happy End zu führen? Und wie soll Marie das anstellen?

Hier kommt das moderne Element zum Tragen: Marie wird durch ihren Spielecomputer Robbi (Stimme: Barbara Hoefel) nach Leckerland gebracht. Robbi gibt Marie immer wieder Aufgaben, wie in einem Videospiel, die sie lösen muss, um den Nussknacker von seinem Fluch zu erlösen und Herrn Mäuserich zu besiegen.

Zuckersüß wie das Marzipankönigreich sind nicht nur die bunten und fantasievollen Kostüme (Charlotte Kemmsies) und das aufwändige und ebenso bunte Make-up (Teresa Bickert und Ensemble), sondern auch die Darbietung der Schauspielerinnen und Schauspieler.

Sie haben die Puppen, die im Marzipankönigreich wohnen, buchstäblich zum Leben erweckt: Ob Prinzessin Pirlipat, die in der Premiere von Cara Hartmann als herrlich klischeehafte Zimtzicke dargestellt wurde; ihre Eltern, das Königspaar, denen Manfred Rehbaum und Karin Perels auf authentisch-steife Weise besonders puppenhafte Bewegungen einflößen; oder die „ehrenwerte Hexe Krakatuk“ und ihr Sohn Leckermaul, in deren Gestalt Nicole Wolf und Sebastian Perels das Publikum mit fröhlichem Singsang und einer amüsanten Portion Schusseligkeit beehrt haben: Diese und andere Figuren haben dank der leidenschaftlichen, lustigen und authentischen Darstellung des Ensembles dem Publikum, ob jung ob alt, in dieser dunklen Jahreszeit so manches Lachen auf die Lippen gezaubert, das ihre Herzen erhellte.

Neben Make-up und Kostüm sorgte auch das detailreiche und stimmungsvolle Bühnenbild (Heiko Alsleben und Sebastain Perelsm sowie Karina Preiß) für eine magische Stimmung im Aufführungssaal: Nicht nur die Puppen können bestätigen, dass die Türme des Marzipanschlosses zum Anbeißen aussehen. Und das schiefe Haus der Hexe Krakatuk, dessen Dach einem Zaubererhut ähnelt, wirkt gespenstisch. Ein Stück, ein Ensemble, das Appetit auf Weihnachten macht und die Adventszeit versüßt.

Das Stück stößt beim Publikum auf Interesse. Auch die Vorführungen am Samstag und Sonntag waren nach Informationen von den Vorverkaufsstellen ausverkauft.  red/ts

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