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Zurzeit wohnen noch 893 Geflüchtete aus der Ukraine im Werra-Meißner-Kreis

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Von: Tobias Stück

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Ukrainische Flüchtlinge stehen vor dem Amt für Migration an der Hammer Straße im Stadtteil Wandsbek und warten auf Einlass.
Mehr als zwei Millionen Menschen sind bereits vor dem Ukraine-Krieg geflohen. © Marcus Brandt/dpa

Vier Monate nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine leben knapp 900 Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten im Werra-Meißner-Kreis. Die Zahl ist inzwischen rückläufig.

Werra-Meißner – Das geht aus Zahlen des Landkreises hervor, der mittlerweile fast alle Neuankömmlinge registriert hat. Die Tendenz sei aber rückläufig, teilt die Sprecherin des Werra-Meißner-Kreises, Sylvia Weinert, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Aktuell sind 893 Personen im Kreis registriert, weitere 75 Personen haben den Landkreis zwischenzeitlich wieder verlassen. Die hohe Dunkelziffer, die durch privat angereiste Menschen aus der Ukraine zu Beginn des Konflikts bestand, habe sich inzwischen erledigt. Alle Menschen, die bei Einwohnermeldeämtern gemeldet wurden, wurden inzwischen registriert. Das umfasse auch alle Personen, die privat untergekommen sind. „Nur registrierte Personen erhalten Zugang zu den sozialen Sicherungssystemen, weshalb die Anzahl dieser nicht angemeldeten Personen eher gering ausfallen dürfte“, sagt Weinert.

Sylvia Weinert Werra-Meißner-Kreis
Sylvia Weinert, Sprecherin Werra-Meißner-Kreis © Privat

Die meisten Geflüchteten leben inzwischen in privaten Unterkünften. 87 Personen nutzen die Gemeinschaftsunterkünfte (GU) in Hessisch Lichtenau und Sontra. Das Ankunftszentrum, das in der Großsporthalle in Bad Sooden-Allendorf eingerichtet war, ruht derzeit. Vom Regierungspräsidium in Darmstadt werden zurzeit keine Menschen aus der Ukraine dem Landkreis zugewiesen. „Eine Entscheidung über die Fortführung des Ankunftszentrums wird zu gegebener Zeit erfolgen“, sagt Weinert.

Personen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, haben bereits Zugang zu Erstorientierungs- und Sprachkursen. Von den 87 in den GUs befindlichen ukrainischen Geflüchteten nehmen 27 Personen regelmäßig an diesen Kursen teil.

185 Schüler mit ukrainischen Wurzeln

84 Schüler aus der Ukraine besuchen die Grundschulen, 87 die Sekundarstufe I und 14 berufliche Schulen. Der Unterricht folgt dem bestehenden Sprachförderkonzept. Damit werden die Schüler aus der Ukraine in Sekundarstufe I grundsätzlich in Intensivklassen beschult. In den Grundschulen sind ab zehn Schülern Intensivklassen Pflicht. „Je nach Deutschkenntnissen können die ukrainischen Schüler auch in Regelklassen integriert werden“, sagt Dirk Dittmar.  ts

Nach Angaben des Staatlichen Schulamts werden im Werra-Meißner-Kreis 185 aus der Ukraine stammende Schüler unterrichtet. Die genauen Zahlen verändern sich aufgrund des Zu- und Wegzugs ständig. „Zu verzeichnen ist gegenwärtig ein deutlich abnehmender Zuzug, bei gleichzeitig leichten Rückwanderungen“, sagt Dirk Dittmar für die Schulamtsleitung. (Tobias Stück)

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