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Kampf gegen Wasserpflanzen - Eschwege hat jetzt ein Mähboot

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Von: Tobias Stück

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Ein Mann sitzt auf einem Mähboot auf dem Werratalsee.
Auf See: Mitarbeiter des Eschweger Baubetriebshofes mähen seit vier Wochen regelmäßig die Wasserpflanzen im Werratalsee. © Stück, Tobias

Werratalsee: Baubetriebshof schneidet jetzt zweimal pro Jahr die Wasserpflanzen in beanspruchten Bereichen mit einem neuen eigenen Mähboot.

Eschwege – Noch hat das neue Boot der Stadt Eschwege keinen Namen und ist auch noch nicht getauft. Seinen Dienst verrichtet das neue Mähboot des Baubetriebshofs aber schon fleißig und erste Erfolge sind auch schon zu verzeichnen. Für den Werratalsee gibt es jetzt endlich das lang ersehnte Mähboot. Es soll die Wasserpflanzen kurz halten und damit einen Beitrag leisten, um die Bakterienausbreitung im See zu verringern.

Schon seit mehr als einem Jahr bemüht sich die Kreisstadt um die Anschaffung solch eines Bootes, das die Wasserpflanzen im See unter der Wasseroberfläche abschneiden kann. Zuvor wurden die Gewächse unregelmäßig durch ein Lohnunternehmen bearbeitet. „Das Problem war, dass diese Unternehmen selten kurzfristig zur Verfügung standen“, berichtete Bürgermeister Alexander Heppe. Denn: Wasserpflanzen wachsen in allen Seen zur gleichen Zeit.

Baubetriebshof arbeitet seit einem Monat mit dem Mähboot

Der Baubetriebshof hat jetzt ein adäquates Boot gefunden, rund 100 000 Euro investiert und arbeitet seit Anfang des Monats damit. Die Stadt Eschwege kauft die Leistungen beim Bauhof ein. Rund 25 000 Euro pro Jahr sind dafür im Haushalt vorgesehen. Der „Kapitän“ des Mähboots ist jetzt Uwe Küllmer. Dafür hat er einen Lehrgang besucht. Als Maschinenführer hat er sich schnell mit dem neuen Gerät zurechtgefunden. Dazu hat er auch ausreichend Gelegenheit. Nach Pfingsten hat er eine Woche am Stück gemäht. Zum einen, um ein Gefühl für die Maschine zu bekommen, zum anderen, weil das Mähen dringend nötig war. „Die Empfehlung lautet, dass wir zweimal pro Jahr mähen sollen“, berichtet Uwe Schäffer, Leiter des Baubetriebshofes. Das erste Mal sollte es vor der Badesaison im Mai erfolgen, das zweite Mal nach Bedarf. Der Segelboothafen Marina, im und vor der Badestelle am Südufer, vor dem Nordufer (3) und an der Anlegestelle für die Werranixe sind die Einsatzgebiete. Mit einem Kran kann das 2,5 Tonnen schwere Boot auch innerhalb der Tauchplane an der Badestelle am Südufer eingesetzt werden, berichtet Sachgebietsleiter Thomas Franke. Anschließend wird die Biomasse herausgeschoben und kompostiert. Im Moment schwimmt der Tang allerdings noch im See.

Auch andere Kunden können das Mähboot jetzt bei Bedarf anmieten. So lange es sie nicht stört, dass es noch nicht getauft ist.

Maßnahmen greifen: Während sich der Werratalsee schon wieder grün gefärbt hat, ist die Badestelle am Südufer nach der Fällung klar.
Maßnahmen greifen: Während sich der Werratalsee schon wieder grün gefärbt hat, ist die Badestelle am Südufer nach der Fällung klar. © Heiko Kniese/NH

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