Kanuclub Witzenhausen: Welle der Hilfsbereitschaft nach Brand

Dankbar für eine Welle der Hilfsbereitschaft: Kanuclub-Vorsitzender Hajo Heymel (vorn) freut sich mit vielen anderen Kanufreunden über die Spende der einheitlich gekleideten früheren Kirschenhoheiten Carina Sußebach (von links), Anja Schuster, Silke Amend-Ebel und Maike Dräbing. Foto: Cortis

Witzenhausen. Über eine Welle der Hilfsbereitschaft freut sich der Kanuclub Witzenhausen, dessen Bootshaus Ende 2013 abgebrannt war. Jetzt gab es eine Spende der ehemaligen Kirschenköniginnen.

Witzenhausen. Nach dem Brand, bei der im Frühsommer letzten Jahres sein Bootshaus an der Werra weitestgehend zerstört worden ist, kriegt der Witzenhäuser Kanuclub 1959 langsam aber sicher wieder Oberwasser.

Der Verein, dem ein Schaden von rund 200 000 Euro entstanden war, der durch Versicherungsleistungen nur unvollständig gedeckt ist, badet in einer Welle der Hilfsbereitschaft.

Jüngstes Beispiel: Die ehemaligen Königshäuser der Kirschenstadt überbrachten am Sonntag 250 Euro aus dem Verkauf von selbstgebackenem Kuchen bei einem Kinderfest, das die Hoheiten anlässlich der Kesperkirmes veranstaltet hatten.

„Eine tolle Geste“, freute sich Clubvorsitzender Hajo Heymel und fügte hinzu: „Es ist ein absolut geiles Gefühl zu sehen, dass wir mit unseren Nöten wahrgenommen werden.“ Damit dankte er Silke Amond-Ebel, Maike Dräbing, Carina Sußebach und Anja Schuster, die als ehemalige Kirschenprinzessinnen stellvertretend für die früheren Majestäten gekommen waren. Den Rahmen bildete das Saison-Abpaddeln als letzte Großveranstaltung des Jahres mit zahlreichen Teilnehmern aus dem ganzen Bezirk.

Die charmanten Ex-Botschafterinnen Witzenhausens wollten nach den Worten von Maike Dräbing ihrerseits Dankeschön sagen für die Königinnenfahrten auf der Werra, alljährlich als ein Höhepunkt der Kesperkirmes vom Kanuclub organisiert. Auch im nächsten Jahr, kündigten die Damen an, wollen sie den Freizeit-Kapitänen wieder unter die Arme greifen.

„Ganz viele Leute“, zeigte sich Vorsitzender Heymel überwältigt, hätten dem Verein schon Spenden zukommen lassen. Ein Club aus Hamburg habe sich zugunsten der Freunde in Witzenhausen sogar von einem seiner nur drei hölzernen Kanadier getrennt. Hilfe habe auch der örtliche Erntefestausschuss zugesagt, der mit kompletter Mannschaft beim Wiederaufbau des Bootshauses anpacken wolle, und auch die Mitglieder - aktuell rund hundert - seien hoch motiviert.

Nach der Brandstiftung in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 2013 musste das 25-mal 7,50 Meter große Gebäude fast vollständig abgerissen werden. Nur vier von 80 dort untergebrachten Booten - teils in Vereins-, teils in Privatbesitz - hatten die Feuersbrunst unbeschadet überstanden. „Was der Verein zum Überleben braucht, werden wir kurzfristig wieder anschaffen“, so Heymel. Aber bis die ganze Flotte in alter Stärke wieder aufgebaut sei, werde es noch dauern.

Schneller gehen soll es mit dem Wiederaufbau des Bootshauses. Es soll, hofft der Clubchef, bis zur nächsten Kesperkirmes bezugsfertig sein. (zcc)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.