Werra-Meißner

Karina Fissmann führt SPD in Kreistagswahl

Gehen für die SPD als Spitzenkandidaten für den Kreistag ins Rennen: (oben von links) Lothar Quanz, Helga Först und Dieter Franz sowie (unten) Karina Fissmann und Marina Oehl. Mit auf dem Bild ist Landrat Stefan Reuß. Foto:  Weber

Reichensachsen. Ohne große Überraschungen ist am Samstag die Kreistagsliste der SPD in Reichensachsen aufgestellt worden. Die Partei geht mit fünf Spitzenkandidaten ins Rennen um die Besetzung des Kreistags, der am 6. März im kommenden Jahr gewählt wird.

Ganz oben auf der Liste steht die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner Karina Fissmann, ihr folgen auf den Plätzen zwei bis fünf Lothar Quanz, Helga Först, Dieter Franz und Martina Oehl. Auch die restlichen Platzierungen wurden am Samstag festgelegt: Insgesamt ist die Liste der SPD 60 Kandidaten stark. „Was besonders toll ist: Unter den ersten 18 Plätzen sind alle 16 Städte und Kommunen des Werra-Meißner-Kreises vertreten“, sagt Fissmann. Zweimal vertreten sind „aufgrund ihrer Einwohnerzahl“ Witzenhausen und die Kreisstadt Eschwege.

Viele neue Gesichter 

Im Vergleich zu der Kreistagsliste 2011 zeigt die vorgestern aufgestellte Liste einige Neuheiten auf: So ist die Zahl der jungen Leute - das sind bei der SPD alle die, die unter 35 Jahre alt sind - im Vergleich zum letzten Mal von drei auf zehn Personen gestiegen. Auch der Anteil der Frauen weist klar nach oben: 16 sind in diesem Jahr auf der Liste zu finden, vier mehr als beim vergangenen Mal. Eine Zahl, über die sich Fissmann besonders freut, ist die derjenigen, die zum ersten Mal auf der Liste stehen: „Das ist fast die Hälfte.“ Nicht wenige der Kandidaten seien zudem nicht nur politisch engagiert: „Viele sind in Vereinen oder in der Kirche aktiv.“

Großes Thema Asyl 

Prominenter Gast auf der Veranstaltung war Landrat Stefan Reuß. Er hob in gut einer Stunde hervor, was in den vergangenen Jahren geleistet wurde und was in Zukunft noch bevorstehe: Den Erhalt der kommunalen Krankenhäuser betonte er ebenso wie den Ausbau der regionalen Daseinsvorsorge, zum Beispiel durch die vielen kleinen Lädchen in den Ortschaften. Und auch in die Schulen wurde viel investiert. Jetzt müsse man sich neuen Aufgaben widmen: Zum Beispiel dem Breitbandausbau und dem Schlossumbau, vor allem aber der Unterbringung, Versorgung und Integration von Flüchtlingen: „Das Thema Asyl wird das größte sein.“

Das weiß auch die SPD - und will deshalb noch in diesem Jahr eine Asylkonferenz einberufen. Auch im Hinblick auf die Wahl im kommenden März bleiben sie aktiv: „Ebenfalls noch vor Ende dieses Jahres stellen wir unser Wahlprogramm auf“, sagt Spitzenkandidatin Fissmann.

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