Karl und Mariechen Schrader feiern ihre Diamantene Hochzeit

Mit Blumenmädchen: Mariechen und Karl Schrader aus Roßbach bei ihrer Hochzeit vor 60 Jahren. Repro: Röß

Roßbach. Schon von Kindesbeinen an kennen sich Karl und Mariechen Schrader aus Roßbach. Am heutigen Donnerstag sind sie 60 Jahre glücklich verheiratet und feiern Diamantene Hochzeit.

Auch wenn der heute 83-jährige Karl Schrader seine ein Jahr jüngere Frau Mariechen bereits aus der Zeit des Kindergartens im Ort und später auch der Dorfschule kennt, so richtig Notiz hatten beide als Kinder und Jugendliche nicht voneinander genommen. Das änderte sich, als 1953 das große Sängerfest in Roßbach war. Karl hatte bereits im Jahr zuvor als 20-Jähriger die Gaststätte „Zur Linde“ und den angegliederten landwirtschaftlichen Betrieb von den Eltern übernommen und damit die Familientradition in der vierten Generation fortgesetzt. Da er für das große Fest auf tatkräftige Hilfe angewiesen war, fragte er bei Mariechen Burhenne um Unterstützung bei der Bewirtung der Gäste an. Und wie sie dann ihren Job machte, beeindruckte den jungen Gastwirt.

25-mal in Südtirol 

Feiern heute ihre Diamantene Hochzeit: Mariechen und Karl Schrader. Foto: Röß

Von nun an trafen sich die beiden des Öfteren, mal zum Spazierengehen, mal zum Kino-Besuch oder auf dem Fußballplatz, denn Karl spielte seit seinem zwölften Lebensjahr beim SC Roßbach. Auch wenn die Arbeit im landwirtschaftlichen Betrieb tagsüber und in der Gaststätte abends viel Zeit in Anspruch nahm, die beiden nutzten jede Gelegenheit, um sich zu sehen. Bereitwillig übernahm sein Bruder für ihn immer wieder den Dienst in der Gaststätte. Im Jahr drauf verlobten sich Karl und Mariechen, am 10. September 1955 war Hochzeit: Samstag die standesamtliche Trauung, Sonntag die kirchliche mit Pfarrer Kröger und Montag die große Feier. Ein Jahr später machte die erste Tochter das Glück des jungen Paares komplett.

Gern erinnern sich die beiden an das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen der Gaststätte 1973, als die Herkules-Brauerei mit den Kaltblütern im Sechser-Zug und dem Spielmannszug für Aufsehen sorgte. Mit dabei auch alle Vereine aus dem Ort. Zwei Jahre später erweiterten Karl und Marie Schrader die Gaststätte um den großen Saal.

Trotz der vielen Arbeit kamen auch die Urlaube bei den Schraders ab den 60er Jahren nicht zu kurz. Kein Pass, den er bei den 25 Aufenthalten in Südtirol nicht mit dem Auto abgefahren habe, erinnert sich Karl Schrader. Nachdem er die Land- und Gastwirtschaft 1992 an die Tochter übergeben hatte, gingen die beiden mit dem Bauernverband auf Reise nach Griechenland, Kanada und Amerika.

Heute nach dem Gottesdienst in der Kirche mit Pfarrer Michael Zink werden zur großen Feier im Gasthaus neben den beiden Töchtern mit Schwiegersöhnen und den beiden Enkeln, Nachbarn und Bekannten auch die Vertreter und Mitglieder der Vereine, denen Karl Schrader seit langem angehört, zum Kreis der Gratulanten zählen.

Von Lothar Röß

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