Schelmenordenträger Markus Klockmann: „Zwei Seelen in meiner Brust“

Karneval ist ansteckend

Blick durchs Schlüsselloch: So nannten die Mitglieder der Prinzengarde ihren Schautanzbeitrag. Fotos: Beate Merkel

Fürstenhagen. Ein Schelm. Der sich mit Gas, Wasser und Fäkalien auskennt. Ein Ordensträger, der den 87sten Platz beim Nordhessencup machte und der ein geübter Karnevalist ist. Der wurde am Samstagabend, bei der großen Prunk- und Gala- Sitzung des Carneval Clubs Fürstenhagen, mit dem Schelmenorden ausgezeichnet.

In diesem Jahr durfte sich Markus Klockmann geehrt fühlen. Der Orden wird jedes Jahr traditionell im Gedenken an Johannes Gregelius, den Krawaller, an einen Mitbürger mit einer besonders humoristischen Ader, verliehen.

Da lässt es sich locker darüber hinwegsehen, dass Klockmann eigentlich im Karnevalsverein Hessisch Lichtenau zu Hause und Sitzungspräsident ist. „Zwei Seelen ruhen in meiner Brust.“ Zu seiner Ehrung dichteten seine Laudatoren und Schelmenordens-„Paten“, die Schelmenordenträger Pfarrer Gert Merkel und Günter Köthke, ganze Liedtexte, die ihn und seine Arbeit treffend beschreiben sollten. „Warte warte nur ein Weilchen, dann kommt Klockmann auch zu dir, mit dem kleinen Hackebeilchen macht er Holzschnitzel bei dir.“

Für das bunte Treiben war natürlich auch gesorgt und Programmpunkte, wie der Lossevision-Songcontest, mit den Teilnehmern aus Nordhessischen Metropolen wie Friedrichsbrück, Helsa, Eschenstrut, Quentel, Fürstenhagen und Hessisch Lichtenau. Gewinner war ganz überraschend Fürstenhagen.

Kurvige Blondine

Besonders angetan hat dem frisch gebackenem Schelmenordenträger eine kurvige Blondine, die auf den Namen Sandy aus Fürstenhagen hört. „Der Schelmenordenträger freut sich immer wenn er mich sieht, denn ich bin die einzige Frau, die er nicht aufblasen muss. Hinter Sandy verbarg sich Simone Christl, die mit krachern wie: „Ich bin Sandy aus Fürstenhagen und trage ‘nen Tanga, denn Tanga macht schlanga.“

„Der Bazillus Karnivalensis ist wie Malaria, das wird man nicht mehr los.“ Thomas Steger, Sitzungspräsident des CCF freute sich vor allem über den traditionellen Besuch der befreundeten Karneval Vereins aus Krefeld und Felix Rötter aus dem Vorstand der Interessengemeinschaft für Karneval in Nordhessen. Der verlieh Leonhardt Kopp den IKN Verdienstorden.

Kunterbunt ging es im Programm zu. Trotz Schneechaos kam Kalle aus Quentel, der im normalen Leben Ellen Schumacher heißt und erzählte Anekdoten aus seinem Alltag und Eheleben. „Im Rathaus haben ‘se jetzt dreilagiges Toilettenpapier, weil ‘se für jeden Mist zwei Durchschläge brauchen.“ Für die Kleinen, aber vor allem für die Lachmuskeln gab es von den Glücksbringern durch Musik und Komikeinlagen eine etwas andere Version von Schneewittchen. Auch die Garden des CCF zeigten mal wieder, dass sie wissen, wie man Beine zu schmeißen hat.(by)

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