Fleischer-Nachwuchs gesucht

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Setzt auf regionale Produkte: Metzgermeister Oliver Engel mit seinen beiden Fleischereifachverkäuferinnen Heike Böhrer (links) und Katharina Kages vor der selbst hergestellten Ahlen Wurscht im Verkaufsraum.

Werra-Meißner-Kreis. Fleisch ist ein Stück Lebenskraft.“ Wer kennt ihn nicht, diesen alten Werbeslogan der Agrarmarketing Gesellschaft für gutes Fleisch. In Zukunft wird der Qualitätsgedanke beim Fleischverzehr eine noch größere Rolle spielen.

Die Nachfrage nach Bio-Fleisch und Fleischprodukten aus regionaler Erzeugung ist weiterhin stark im Trend.

Allerdings wird die Erzeugung regionaler Produkte immer schwieriger, weil der Nachwuchs fehlt. „Dabei hat der Beruf des Fleischers gute Arbeitszeiten, wird nach Tarif bezahlt, ist kreativ und sehr abwechslungsreich“, sagt Metzgermeister Oliver Engel von der Fleischerei Fleckenstein in Laudenbach. Neben der Gestaltung von kalten und warmen Partyplatten kann der Fleischer auch bei den Würzmischungen für Grillfleisch oder der Herstellung einer neuen Wurstsorte mal was Neues probieren und seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Durch Seilwinden und Rohrbahnen hält sich die körperliche Beanspruchung des Fleischers ebenfalls in Grenzen. Der künftige Auszubildende sollte allerdings etwas handwerkliches Geschick mitbringen und Freude daran haben, etwas Handwerkliches zu schaffen.

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Neben den Fleischern werden auch Fleischereifachverkäuferinnen in den Metzgereien ausgebildet. Diese müssen neben den Hygienevorschriften die Kunden über die Inhaltsstoffe der gekauften Fleisch- und Wurstwaren beraten und auch Gar-Tipps geben können. Auch das Herstellen sogenannter Corvinus, den hausgemachten fertigen Speisen sowie das Herstellen verschiedener Salate nehmen zu und machen den Beruf der Fleischereifachverkäuferin zu einer interessanten und zukunftsfähigen Berufsalternative.

Aus- und Weiterbildung

Unterstützt werden die Innungsbetriebe vom vielfältigen Leistungsangebot der Fleischerinnung. „Besonders bei der Nachwuchswerbung, Aus- und Weiterbildung, bei Fragen zum Lehrvertrag oder bei Schwierigkeiten des Auszubildenden während der Ausbildung steht uns die Innung mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Engel. Auch für angehende Auszubildende stellt die Innung Bewerbungsmaterial und eine Lehrstellenbörse im Internet zur Verfügung. Zudem ist jeder Innungsbetrieb dem Fleischerverband Hessen angeschlossen. Dieser betreibt Öffentlichkeitsarbeit und vertritt das Fleischerhandwerk in zahlreichen Gremien und Organisationen. Er ist Verhandlungspartner bei den Tarifverträgen mit den Sozialpartnern und steht durch die freiwillige Selbstkontrolle und mikrobiologische Untersuchung für die ausgezeichnete Qualität der Mitgliedsbetriebe. (znb)

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