Ziel ist, Angebote besser steuern zu können

Kartei für gezieltere Hilfe: DRK bündelt Informationen für Flüchtlingshilfe

Viel zu tun in der zentralen DRK-Kleiderkammer in Hessisch Lichtenau: Viele Ehrenamtliche kümmern sich um das Sortieren der Spenden, hier die Schülerinnen Amanda (von links), Viktoria und Alena aus Eschwege. Archivfoto: Leissa

Um die Hilfsangebote für die Flüchtlinge im Werra-Meißner-Kreis besser steuern zu können, ist der DRK-Kreisverband Witzenhausen dabei, eine zentrale Kartei aufzubauen.

Mittlerweile kümmert sich ein hauptamtlicher Rotkreuzler in der Geschäftsstelle in Witzenhausen darum, die Daten über das freiwillige Engagement von Bürgern sowie über Kleider- und andere Sachspenden zu erfassen.

Ziel ist, dann nach dem oft kurzfristig entstehenden Bedarf an Personal, Bekleidung und auch Möbeln, möglichst schnell konkret mit dem Benötigten helfen zu können, erläutert DRK-Katastrophenschutz-Beauftragter Wolfgang Frühauf aus Bad Sooden-Allendorf, der sich um das Planen und die Zusammenarbeit bei der Flüchtlingshilfe im Kreis kümmert. Frühauf hat zudem die Initiative gestartet, dass in allen Städten und Gemeinden zentrale Anlaufstellen für Kleiderspenden eingerichtet werden. So könne auch die große Kleiderkammer des DRK in Hessisch Lichtenau entlastet werden.

Austausch vereinfachen 

Wichtigster Gedanke aber ist laut Frühauf, die Vernetzung innerhalb des Kreises rechtzeitig zu optimieren und den Austausch an Informationen zu vereinfachen.

Sollte dann das Lager im Senkefeld in Hessisch Lichtenau gebaut sein und mit vielen Menschen binnen kurzer Zeit belegt werden, könne man bereits auf eine sinnvolle Infrastruktur zurückgreifen.

Ebenso könne mit Blick in die zentrale Kartei schnell reagiert und koordiniert werden. Sollten beispielsweise in Sontra viele Familien kommen, könne man gezielt Baby- und Kinderkleidung liefern. Und müssten beispielsweise in Eschwege noch leer stehende Räume ausgestattet werden, könnte man mit Hilfe der Liste die angebotenen Tische, Stühle und Fernsehgeräte vermitteln. So profitierten auch die Kommunen, meint der DRK-Organisator. Auch sei es einfacher für die Spendenwilligen, wenn sie auf Abruf Bekleidung vor Ort zur Verfügung zu stellen, als mit dem Auto zur Kleiderkammer nach Hessisch Lichtenau zu fahren.

In der zentralen Liste werden auch die Namen jener aufgenommen, die ehrenamtlich das Sortieren von Kleidung unterstützen oder gar mit Dolmetschen leichteres Verständigen ermöglichen wollen. 120 Freiwillige stehen da schon drin.

Pilotprojekt des DRK Hessen 

Der Aufbau der zentralen Kartei ist übrigens ein Pilotprojekt. Es wird seit fünf Jahren im Landesverband Hessen des Roten Kreuzes theoretisch durchgespielt - nun wird im Werra-Meißner-Kreis ein Feldversuch daraus.

Kontakt: DRK-Kreisverband Witzenhausen, Tel. 0 55 42/9 32 31 00, E-Mail: info@drk-wiz.de

Hier befinden sich Abgabestellen für Sachspenden für die Flüchtlingshilfe im Werra-Meißner-Kreis: 

Bad Sooden-Allendorf: ehemaliges Modehaus Marktplatz 3, mittwochs 17 bis 19 Uhr.

Berkatal: evangelisches Gemeindehaus Frankershausen, Oberdorf 10, Abgabe nach Absprache mit Pfarrer Eberhard Laukner, Tel. 0 56 57/1097.

Eschwege: DRK-Kreisverband, An den Anlagen 10a, werktags 8 bis 16 Uhr.

Hessisch Lichtenau: DRK-Kleiderkammer, Leipziger Straße 157, täglich 10 bis 16 Uhr.

Waldkappel: Stadtverwaltung, Leipziger Str. 34, dienstags 14.30 bis 16.30 Uhr.

Wanfried: Keudell’sches Schloss, Marktstraße 2, montags und mittwochs 15 bis 17 Uhr.

Witzenhausen: DRK-Kreisverband, Im kleinen Felde 18-20, werktags 8.30 bis 16 Uhr.

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