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Kasseler Soldaten spielen bei Wohltätigkeitskonzert in Sontra

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Von: Kristin Weber

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Wohltätigkeitskonzert in Sontra mit dem Volkstümlichen Ensemble des Heeresmusikkorps Kassel:
Wohltätigkeitskonzert in Sontra mit dem Volkstümlichen Ensemble des Heeresmusikkorps Kassel: © Kristin Weber

Die Soldaten und Soldatinnen des Heeresmusikkorps Kassel legten im Sontraer Bürgerhaus gleich so richtig los, mit einem mitreißenden Konzertmarsch, einem Walzer und einer Polka.

Sontra – Sie spielten diesmal in der Egerländer Besetzung. Das bedeutet: Unterhaltungs- und Blasmusik aus Böhmen. Der Auftritt des Orchesters in der Vorweihnachtszeit ist in Sontra mittlerweile zur Tradition geworden. Und da wie immer für einen guten Zweck gespielt wurde, waren die Karten auch diesmal im Nu ausverkauft.

„Viele Jahre war in Sontra das Panzeraufklärungsbataillon 5 stationiert“, sagte Bürgermeister Thomas Eckhardt. „Das möchten wir in Erinnerung behalten und so die Verbindung zum Heeresmusikkorps Kassel aufrechterhalten.“ Die Einnahmen des Konzerts kommen in diesem Jahr den Landfrauen zugute, ebenso wie der Bürgerhilfe Sontraer Land.

Der Bürgermeister dankte beiden Organisationen für ihre engagierte ehrenamtliche Arbeit. Die Musiker versetzten das Publikum sodann in Euphorie mit dem klangvollen Marsch „Euhopria“ von Martin Scharnagel. Da schmetterten die Trompeten und Hörner, die Klarinetten und Flöten jubilieren, und der Soldat an der Trommel gab richtig Gas.

Bei der Gablenzer Perlen-Polka oder dem Walzer „Egerländer Dorfschwalben“ hieß es mitschunkeln, und tatsächlich kam etwas Bewegung in die Reihen. Nun hatte auch die Tuba ihren großen Einsatz und setzte die dumpfen Töne in schöner Gleichmäßigkeit. Nach zwei Jahren pandemie-bedingter Zurückhaltung hob die schwungvolle, fröhliche Musik die Stimmung des Publikums.

Der Sound gefiel. Die meisten Zuhörer kommen so auch regelmäßig zu den Konzerten. „Wer zu den Ulfener Jungs geht, der kommt auch zu diesem Konzert nach Sontra“, sagte Karl Mohr aus Bebra. Anja Pankow aus Breitau war mit ihrer Mutter Marlene Eisenberg gekommen. „Die Musik ist wunderbar“, schwärmte sie. „Der Rhythmus der Märsche ist schmissig und belebt die Geister.“ Seit fünf oder sechs Jahren kaufen sie immer schon gleich die Karten für das nächste Jahr.

Auch Gisela Wagner und Dorothea Hartmann-Krehan von den Landfrauen aus Diemerode fühlten sich rundum wohl mit der beschwingten Musik. Und Papa Löser war extra aus dem Kyffhäuserkreis angereist, um den Sohn, Volker Löser, das Flügelhorn spielen zu hören. Er fand es großartig. „Ein solches Konzert ist ein Ansporn, optimistisch zu bleiben in diesen nicht einfachen Zeiten“, sagte der Thomas Eckhard zum Schluss. „Das Publikum stärkt sich an der Musik.“ Für die Soldaten hingegen gab es Ahle Wurst und Ansatzwasser zur Stärkung.

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