Trampen mal anders

Platz nehmen und Daumen raus: Kegelclubs spenden Mitfahrbank in Weißenborn

Bitte Platz nehmen: Hard-Rock-Kegler spenden eine Mitfahrbank, die die Männerwerkstatt gefertigt hat, an Weißenborn. Zu sehen sind von links oben: Gerd Morgenthal vom Heimatverein (HV), Lucas Dilling vom Kegelclub (KC), Hilmar Schneider (HV), Rüdiger Schulz (KC), Wolfgang Gläßner (HV), Roland Mäder (KC), Bürgermeister Thomas Mäurer, Arno Mäurer von der Männerwerkstatt und Matthias Robel (KC).
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Bitte Platz nehmen: Hard-Rock-Kegler spenden eine Mitfahrbank, die die Männerwerkstatt gefertigt hat, an Weißenborn. Zu sehen sind von links oben: Gerd Morgenthal vom Heimatverein (HV), Lucas Dilling vom Kegelclub (KC), Hilmar Schneider (HV), Rüdiger Schulz (KC), Wolfgang Gläßner (HV), Roland Mäder (KC), Bürgermeister Thomas Mäurer, Arno Mäurer von der Männerwerkstatt und Matthias Robel (KC).

Platz nehmen und Daumen raus: Wer künftig die Eschweger Straße in Weißenborn entlang fährt, sollte die Augen offen halten: An Hausnummer 12 steht nun eine sogenannte Mitfahrbank.

Weißenborn – „Wer hier sitzt, möchte mitgenommen werden“, sagt Initiator Roland Mäder vom Kegelclub „Hard Rock Kegler“.

Zusammen mit seinem Kegel-Team hat Mäder die Mitfahrbank organisiert. Die Weißenbörner Männerwerkstatt hat die Bank auf Wunsch der „Hard Rock Kegler“ gefertigt. Finanziert wurde sie aus dem Einnahmenüberschuss des Getränkeverkaufs auf der Kegelbahn, die das Team um Mäder für alle vier aktiven Kegelclubs verwaltet. „Somit haben quasi alle Kegelclubs und alle Kegelfreunde Weißenborn einen Beitrag dazu geleistet. Die Mitfahrbank ist von uns allen zusammen für die Allgemeinheit“, sagt Mäder.

Das Prinzip ist einfach: Wer zum Beispiel in Richtung Eschwege, Wanfried oder den Ringgau mitgenommen werden möchte, setzt sich auf die Bank – und wartet. Autofahrer indes, die auf der recht stark frequentierten Eschweger Straße ohnehin unterwegs sind, können die Tramper mitnehmen. Roland Mäder bittet alle darum, die Augen offen zu halten und eine kostenlose Mitfahrt anzubieten.

Potenzielle Mitreisende sind etwa Menschen, die selbst kein Auto haben oder der Umwelt zuliebe Sprit und Co2 einsparen wollen. „Unser bescheidener Beitrag zur Rettung der Welt“, sagt Mäder mit einem Grinsen.

Auch zu Zeiten des Open-Flair-Festivals und Johannisfestes in Eschwege, des Schützenfestes in Wanfried oder zur Kirmessaison im Ringgau eigne sich eine Mitfahrt über die Mitfahrbank. „Denn dann wollen die meisten – vor allem junge Leute – ihr Auto sicher stehen lassen“, sagt Mäder.

Den Standort mitten im Dorf an der Hauptstraße haben die Initiatoren bewusst gewählt: „Von hier aus wird man gut gesehen und kann alle Richtungen gut erreichen“, weiß Bürgermeister Thomas Mäurer, vor dessen Haus die Mitfahrbank ihren Platz gefunden hat. Alle Tramper, die die Mitfahrbank in Anspruch nehmen, sind übrigens über die Gemeinde mitversichert, sagt Mäurer. „Versicherungstechnisch werden somit keine Probleme entstehen.

Auf die Idee für eine Mitfahrbank kam Mäder, da er das Projekt einmal im Rheingau gesehen habe. Im Werra-Meißner-Kreis wurde zum Beispiel auch in Schwebda vor zwei Jahren eine Mitfahrbank aufgestellt.

Der Kegelclub ist zuversichtlich, dass das Angebot gut angenommen wird. Auch einen sozialen Aspekt versprechen sich die Kegler von der Mitfahrbank. Denn dadurch kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen: auch mal Menschen, die sich wahrscheinlich nie oder nur selten begegnen würden. (Jessica Sippel)

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