Verzicht empfohlen

Kein Böllern an Silvester: Kreis verbietet Feuerwerk auf öffentlichen Plätzen

Rakten für Silvester
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Der Kreis verbietet das Böllern auf öffentlichen Plätzen.

Verkauft werden darf Feuerwerk in diesem Jahr nicht. Aber auch, wer noch Raketen und Böller hat, darf diese an Silvester nicht auf öffentlichen Plätzen im Werra-Meißner-Kreis abbrennen.

Zudem wird dringend empfohlen, auch im privaten Raum auf Feuerwerk zu verzichten. Das geht aus einer Allgemeinverfügung des Kreises hervor.

Wie Kreissprecher Jörg Klinge in einer Pressemitteilung schreibt, tritt diese Verfügung am 31. Dezember um 0 Uhr in Kraft und gilt bis zum 1. Januar 2021 um 24 Uhr. Davon betroffen sind Feuerwerkskörper der Kategorien F2, F3 und F4 – also Produkte vom Klein- bis zum Großfeuerwerk.

Grund ist die sich täglich verschärfende Corona-Situation im Land Hessen. Aktuell sind rund ein Viertel der Intensivbetten im Land mit Corona-Patienten belegt, von diesen müssen gut die Hälfte beatmet werden. Nach einer Studie des hessischen Sozialministeriums vom 23. Dezember ist damit zu rechnen, dass sich die Zahl der Intensivpatienten bis zum Jahreswechsel im Kreis verdoppelt.

„Beim Abbrennen von Feuerwerk besteht zum einen die Gefahr, dass die Hygiene- und Abstandsregelungen nicht eingehalten werden, zum anderen kommt es bei der Benutzung von Feuerwerkskörpern immer wieder zu Verletzungen, die häufig im Krankenhaus behandelt werden müssen“, so Landrat Stefan Reuß und Erster Beigeordneter Dr. Rainer Wallmann. Wegen der hohen Auslastung der Kliniken müsse alles unterlassen werden, was zu Infektionen oder Unfällen führen kann.

Wie in den Vorjahren ist die Polizei im Kreis personell für Silvester wieder gut gerüstet, sagt Sprecher Alexander Först auf Nachfrage. Wenn es zu Verstößen gegen das diesjährige An- und Versammlungsverbot und das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit komme, würden die Beamten sich dem annehmen und dem Anlass gebotene Maßnahmen ergreifen.

Im Normalfall ist die Silvesternacht einer der arbeitsreichsten Dienste, erklärt Först. Dabei reiche das Spektrum der Einsätze von Ruhestörung, Streit und Körperverletzungen bis hin zu Unfällen und Bränden. „Oftmals kommt es in dieser Nacht zeitlich geballt zu polizeilich relevanten Vorfällen, sodass die Beamten nicht selten von einem Auftrag zum nächsten fahren.“ Ob im Corona-Jahr mit mehr oder weniger Silvester-Einsätzen zu rechnen ist, sei nicht seriös vorherzusagen, so Först.  

Info: Die Allgemeinverfügung gibt es auf der Homepage des Kreises.

(Nicole Demmer)

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