„Kein Schüler geht unter“

Südringgauschule: Die neue Direktorin Regina Nizold schätzt die kurzen Wege

Ein Frau mit dichten, dunklen Haaren lächelt in die Kamera.
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Die neue Schulleiterin Regina Nizold will die Digitalisierung der Südringgauschule in Herleshausen vorantreiben.

Mit der Südringgauschule in Herleshausen hat Regina Nizold schon länger geliebäugelt, jetzt ist sie Schulleiterin.

Herleshausen – „Ich bin überzeugt von der Verzahnung von Grund-, Haupt- und Realschule, denn der fließende Übergang macht es für Schüler und Lehrer einfacher“, erklärt die frischgebackene Schulleiterin. Es ist die dritte Woche für Nizold an der Spitze der Schule in Herleshausen. Die erste Woche ging gut über die Bühne: „Ich konnte abarbeiten, was ich mir vorgenommen hatte.“ Planung und Organisation gehören zu ihren Stärken, erzählt Nizold. Doch Corona und nun der Schnee hätten es ihr schwer gemacht, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Denn die zweite Wochen fing durch den Schnee auch für die Südringgauschule turbulent an. „Wir haben eine Notbetreuung bereitgehalten, bis zur Schule hat es aber keiner der Schüler geschafft“, so die 43-Jährige, die die Fächer Mathe und Religion unterrichtet.

An der Südringgauschule schätzt sie nicht nur, dass sie mehrfach als eine der besten Schulen Hessens ausgezeichnet wurde, sondern vorallem, dass die Schüler einen fließenden Übergang nach der vierten Klasse haben und die Dienstwege für die Lehrenden kurz sind. „Es ist familiär, kein Schüler geht unter.“

Die Schule wurde von ihrer Vorgängerin Ursula Rauschenberg erfolgreich geführt, so Nizold. Nun ist sie dran und die 43-Jährige will sich in Zukunft um die Digitalisierung kümmern. Angeschoben ist bereits vieles und auch an das schnelle Netz wird die Schule bald angeschlossen.

Erst Lehrerin dann Schulleiterin

Als Lehrerin hat Nizold schon vor einem halben Jahr in Herleshausen angefangen, damals war noch unklar, ob sie Rauschenberg beerben wird. „Als ich nach Herleshausen wechselte, war ich erst mal froh, wieder Schüler von der Grundschule bis zur Abschlussklasse in der Haupt- und Realschule unterrichten zu können.“ Davor stand die gebürtige Grandenbornerin nämlich in den Klassenräumen der Anne-Frank-Schule in Wanfried. Von der frei werdenden Schulleiterstelle hatte sie noch in ihrer Zeit dort erfahren und sich beworben. Die Zusage erhielt sie im vergangenen Jahr im Dezember.

Die Grundlage für ihre Tätigkeit als Lehrerin schaffte Nizold in Erfurt, wo sie Grundschullehramt studierte. Teils parallel zum Besuch der Vorlesungen und Seminare zog sie ihre Kinder auf. Inzwischen sind diese, zwei Mädchen und ein Junge, 21, 18 und 19 Jahre alt. 2006 schloss Nizold ihr Grundschulstudium ab und begann an der Grundschule in Röhrda ihr Referendariat.

Weiterbildung ohne Pause

Im Anschluss blieb sie, wollte aber gleichzeitig auch mit älteren Schülern arbeiten und belegte ab 2008 einen Aufbaukurs. Nach zwei Jahren und zahlreichen Blockveranstaltungen an mindestens einem Wochenende pro Monat in Kassel und Gießen durfte sie dann auch an der Haupt- und Realschule unterrichten. „Ohne die Unterstützung der Familie hätte das nicht funktioniert“, ist sich die 43-Jährige sicher. „Heute würde ich es nicht mehr machen“, blickt sie lachend auf die anstrengende Zeit zurück.

Mathe, Religion und Singen

2012 wechselte sie dann an die Anne-Frank-Schule. Die ersten vier Jahre war sie noch in Eschwege. Ab und an half sie als Mathelehrerin in Wanfried aus, bevor sie dann 2016 komplett wechselte.

Jede Schule hatte etwas für sich, blickt Nizold zurück. Die Erfahrungen, die sie sammeln konnte, will sie nicht missen. Denn in jeder der Schulen konnte sie nicht nur etwas über die Organisation des normalen Betriebes lernen, sondern auch über die Leitung von Personal. „Ich empfinde es als Bereicherung. Mir wäre viel Gutes entgangen.“

Eine Leidenschaft begleitet Regina Nizold schon seit der Jugend: das Singen. Mit etwa 14 Jahren leitete sie schon den ersten Chor – einen Kinderchor. „Zum Teil habe ich drei Chöre gleichzeitig geleitet“, erzählt sie. Erst vor zwei Jahren übernahm sie die Leitung des Männerchors in Netra. Hanna Maiterth

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