Gesundheit

Reiseapotheke: Dr. Joachim Kirch gibt Tipps für die richtige Ausstattung

Entspannt den Urlaub genießen, statt krank im Hotelbett liegen: Strandbesucher haben sich bei Temperaturen von knapp 30 Grad auf einer Seebrücke an der Ostsee eingefunden. Viele Touristen genießen Sonne, Sand, Wellen und Meer auf der Insel Usedom.
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Entspannt den Urlaub genießen, statt krank im Hotelbett liegen: Strandbesucher haben sich bei Temperaturen von knapp 30 Grad auf einer Seebrücke an der Ostsee eingefunden. Viele Touristen genießen Sonne, Sand, Wellen und Meer auf der Insel Usedom.

Salbe gegen Insektenstiche, Sonnencreme und Schmerztabletten: Egal ob Ferien am Strand oder in den Bergen geplant sind, eine gut bestückte Reiseapotheke gehört auf alle Fälle ins Gepäck.

Werra-Meißner - Deshalb rät Dr. Joachim Kirch, Apotheker in Eschwege und Meißner, sich frühzeitig vor dem Urlaubsantritt Gedanken darüber zu machen, welche Medikamente benötigt werden.

Im Zweifel entscheidet die Reiseapotheke nämlich darüber, ob die freien Tage alleine im Bett oder zusammen mit Familie und Freunden am Strand verbracht werden können.

Alltagsmedikamente

Zur absoluten Grundausstattung gehören natürlich die sogenannten Bedarfsmedikamente, erklärt Kirch. Also jene Tabletten, Tropfen und Säfte, die sowieso regelmäßig eingenommen beziehungweise angewendet werden müssen. Hier lautet die Frage also: Sind sie noch in ausreichender Zahl vorhanden? Wenn nicht, sollte frühzeitig für Nachschub gesorgt werden. „Das gilt besonders für verschreibungspflichtige Medikamente“, so Kirch.

Sonne und Insekten

Insekten- und Sonnenschutz gehört ebenfalls in die Reiseapotheke. Das gilt sowohl für die Abwehr wie auch für die Nachsorge. Mückensprays etwa bieten im Vorhinein Schutz. Sie verhindern, dass Blutsauger aber auch Zecken zuschlagen, und bilden eine gute Ergänzung zu Salben und Gelen. Auf die Packliste für den Urlaub gehören auch Zeckenzange oder -karte. Beides bekommen Kunden ebenfalls in Apotheken.

Die scheckkartengroße Zeckenzange etwa kann griffbereit im Geldbeutel aufbewahrt werden und hat in der Regel eine kleine Lupe eingebaut. Wenn es um den Schutz vor Sonne geht, dann darf die Sonnenmilch mit entsprechendem Lichtschutzfaktor nicht fehlen.

Doch vergessen wird hier zum Teil die Nachsorge mit einer Feuchtigkeitscreme. „Damit die Haut nicht austrocknet, sollte sie auch hinterher eingecremt werden“, bestätigt Kirch.

Wundversorgung

Ein Sturz und schon sind Knie und Ellenbogen aufgeschürft. Ein kleines Verbandspäckchen und Heftpflaster aus der Reiseapotheke können dann hilfreich sein, so Kirch. Um Wunden angemessen zu versorgen und eine Entzündung zu verhindern, sollten außerdem Desinfektionsspray sowie Wund- und Heilsalbe eingesteckt werden.

Infekte

Schmerzen, Grippe, Magen-Darm-Infektion und Erkältung gehören ebenfalls nicht selten zu den unliebsamen Reisebegleitern in der Ferne und vermiesen den Urlaub. „Ungewohnte Lebensmittel können zum Beispiel Durchfall auslösen“, sagt Dr. Joachim Kirch. Zu Schnupfen etwa kann es durch den Druckausgleich bei Reisen mit dem Flugzeug kommen.

Deshalb rät der Apotheker auch hier mit den passenden Medikamenten in der Reiseapotheke vorzusorgen. Dazu zählt auch ein fiebersenkendes Mittel.

Schlaflosigkeit

Wer Probleme beim Einschlafen hat und lärmempfindlich ist, der kann prophylaktisch Ohropax einpacken. Auch ein Schlaf- und Beruhigungsmittel kann im Fall der Fälle für einen geruhsamen Schlaf sorgen.

Corona

In Sachen Covid-19 und Urlaub rät der Apotheker all das einzupacken, was man aktuell im Alltag benötigt. Masken und Desinfektionsmittel. Ins Gepäck gehört außerdem der Impfausweis. Nicht nur aufgrund der Pandemie . In dem gelben Heftchen kann auch nachgeschaut werden, ob die anderen Impfungen aktuell sind. Foto: hanna Maiterth

(Hanna Maiterth)

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