Keine Büros im Großalmeröder Ratskeller

Infos im Zentrum: Gegenüber dem Rathaus ist in Großalmerode bisher die Tourist-Info angesiedelt. Diese Dienstleistung soll eingestellt werden, NVV-Karten soll es hier aber weiterhin geben. Archivfoto: Keller

Großalmerode. Um Geld zu sparen verzichtet die Stadt Großalmerode auf ihre Tourist-Information. Der Ratskeller soll Gaststätte bleiben, beschlossen die Stadtverordneten.

Eine Tourist-Information wird es in Großalmerode ab 2016 nicht mehr geben. Die Stadtverordneten begrüßten am Freitagabend in ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr einmütig den Vorschlag des Magistrats, dass die bislang mit Aufgaben des Tourismus betraute Mitarbeiterin sich künftig um andere Aufgaben kümmert, nachdem eine andere Stelle im Rathaus frei wird.

Das geringe Interesse an touristischen Auskünften, so ließ Bürgermeister Andreas Nickel gegenüber der HNA durchblicken, habe das Parlament schon Mitte des Jahres in seinem Beschluss bestärkt, diese Dienstleistung einzustellen. Ziel dabei ist, Geld zu sparen. Dies sind nun ab 2016 konkret 13 700 Euro pro Jahr.

Um die Kulturaufgaben sowie den Verkauf von NVV-Tickets, der bislang auch in der Tourist-Information erledigt wurde, kümmert sich demnächst eine andere städtische Mitarbeiterin, erläuterte Nickel den Stadtverordneten am Freitag im Rathaussaal. Angestrebt wird, dass das Servicebüro der Stadtwerke Großalmerode (SGG) kurzfristig in die dann ehemalige Tourist-Information umzieht, wo die NVV-Fahrkarten zunächst weiter verkauft werden. Die Räume am Marktplatz können auch frühestens zum 30. November 2016 gekündigt werden.

Über die Zukunft der städtischen Dienstleistungen, die dort erledigt werden, und das dann gemeinsame Büro mit der SGG soll später noch entschieden werden. Allerdings soll bei diesen Überlegungen auf keinen Fall auf die Gaststättenräume des Ratskellers schräg gegenüber geschielt werden, betonten Vertreter aller drei Fraktionen im Parlament und strichen einen anderslautenden Passus im Beschlussvorschlag. Man wolle an einer weiteren gastronomischen Nutzung des Ratskellers nach dem Ende der Ära des Pächterehepaares Langer zum 31. Dezember festhalten, sprachen sich die Stadtverordneten deutlich gegen Überlegungen zum Umbau des Ratskellers in Büroräume aus.

Bislang habe sich auf die Ausschreibung des Gastronomiebetriebs aber noch kein Interessent gemeldet, berichtete Bürgermeister Nickel.

Stattdessen müsse, wie sich erst vor wenigen Tagen herausgestellt habe, nun auch für den Kiosk im Freibad ein neuer Pächter gesucht werden. (sff)

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