Umweltschutzpreis des Werra-Meißner-Kreises: Alle Bewerber ausgezeichnet

Keiner geht leer aus

Der Umweltschutzpreis war begehrt: Elf Gruppen, Vereine oder einzelne Menschen haben sich für den Umweltschutzpreis beworben. Durchschnittlich bewerben sich acht Kandidaten pro Jahr. Fotos: Maier

Werra-Meißner. Ehrenamtliches Engagement für den Umweltschutz ehren und unterstützen – das ist laut Landrat Stefan Reuß ein Ziel des Umweltschutzpreises des Werra-Meißner-Kreises. Am Dienstag wurde der Preis in Witzenhausen verliehen.

Genau genommen waren es mehrere Preise, denn jeder der elf Bewerber wurde ausgezeichnet, wenn auch mit einem Trostpreis. Der erste Platz wurde gleich zweimal vergeben. Er ging zum einen an die Ökologische Gruppe Gertenbach, zum anderen an Emil Wiedmann mit der Initiative „Stadt im Wandel“ aus Witzenhausen. Der erste Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Die Ökologische Gruppe Gertenbach hatte sich mit gleich sieben Projekten für den Preis beworben. Dazu zählen das Pflanzen von Bäumen oder die Bewachung eines Uhu-Brutplatzes. Die Gruppe feiert in diesem Jahr bereits ihr 30-jähriges Bestehen.

Die Initiative „Stadt im Wandel“ bekam den ersten Platz für das Projekt „Essbare Stadt“. Dabei sollen Pflanzen in Witzenhausen angebaut werden, die die Bevölkerung essen kann. So sollen Transportwege bei Nahrungsmitteln vermieden werden.

Auch beim zweiten Preis gab es zwei Sieger: Die Jugendfeuerwehr Orferode, die Fledermäuse schützt, und Hubert Hering, der ehrenamtlich im Jugendwaldheim Meißner arbeitet. Sie bekamen 300 Euro.

Der mit 200 Euro dotierte dritte Platz ging an die Klassen 5 und 7 der Adam-von-Trott-Schule in Sontra. Sie hatten verschiedene Projekte rund um das Thema Wald gemacht.

„Alle Bewerbungen waren gut, es waren keine dabei, bei denen das Ziel verfehlt war“, sagte Vize-Landrat Rainer Wallmann. Es sei nicht leicht gewesen, einfach so zu entscheiden, welche Bewerbung weiter vorne landet und welche weiter hinten. Deshalb sei ein neues System der Bewertung eingeführt worden. Jedes Mitglied der Jury habe eine Bewertung von eins bis drei abgegeben, erklärte Wallmann. Anschließend habe man alle Punkte zusammengezählt und geschaut, ob das Ergebnis mit dem Bauchgefühl übereinstimme. Mit dem Ergebnis seien alle Jurymitglieder einverstanden gewesen.

Der Umweltschutzpreis wurde bereits zum 19. Mal verliehen. Mit elf Bewerbern lag die Zahl der Kandidaten leicht über dem Durchschnitt von acht Bewerbungen.

Von Eugen Maier

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.