Sinn für Ressourcen und Abfallvermeidung stärken

Aktionstag des Waldorfkindergartens: Kinder sammeln Müll am Bahnhof ein

Gemeinsames Suchen und Finden: (von links) Ali (4), Hannah Rühling (Praktikantin), Janosch (5), Björn Mittag (Erzieher) und Abdulmonem (5).
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Gemeinsames Suchen und Finden: (von links) Ali (4), Hannah Rühling (Praktikantin), Janosch (5), Björn Mittag (Erzieher) und Abdulmonem (5).

Autoreifen, Babysitze, Regenrinne und Zigarettenkippen: Dem Müll rund um ihr Domizil am Alten Bahnhof hat der Eschweger Waldorfkindergarten den Kampf angesagt.

Eschwege – Denn die beiden Gruppen haben sich an der Müllsammelaktion „Sauberhaftes Hessen“ und in diesem Fall „Sauberhafter Kindertag“ beteiligt.

Im Rahmen des Aktionstags des Landes Hessen werden unter allen teilnehmenden Kitas 25 mal 200 Euro verlost, die von der Ehrenamtskampagne der Hessischen Landesregierung zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für eine intakte Umwelt, den Wert von Ressourcen und die Wichtigkeit von Abfallvermeidung zu schärfen.

Die Kinder taten dabei aber nicht nur der Umwelt etwas Gutes. Denn das Benutzen der Greifzangen war auch eine gute psychomotorische Aufgabe und keine leichte. Aber mit der Zeit entwickelten alle eine gute Technik und hatten großen Spaß am Suchen und Finden von kleinstem und spektakulärem Müll.

Deutlicher weniger Müll als in den vergangenen Jahren

Die fünfjährige Lya etwa fand sogar einen Hunderteuroschein. Allerdings handelte es sich dabei um Spielgeld. Nach zwei Stunden waren vier große Säcke gefüllt mit Pappen, Bäckertüten, Kaffeebechern, Flaschen (hauptsächlich Schnapsfläschchen).

Besondere Fundstücke wie zwei Autoreifen und eine Regenrinne wurden wie Trophäen zurück zum Kindergarten geschleppt.

„Dieses Jahr haben wir deutlich weniger Müll gesammelt als in den vergangenen Jahren. Nur vier statt sechs Müllsäcke, kaum Plastiktüten und viel weniger Pappbecher. Das ist sehr erfreulich. Dafür waren diesmal unglaublich viele Zigarettenkippen auf den Wegen“, sagt die Kindergartenleiterin Kerstin Manegold.

Für die Kinder sei die Aktion eine tolle Erfahrung. Dabei erfahren sie auf spielerische Weise, was sie selbst für eine saubere Umwelt tun können und erleben, dass ihr Handeln etwas bewegt. Eine Aktion, die lehrreich ist und gleichzeitig großen Spaß macht.  red/jes

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