Kinder sehen Gefahr nicht: Eltern sollten mit Erstklässlern trainieren

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Neuer Abschnitt: Im Werra-Meißner-Kreis beginnt in den nächsten Tagen die Schule. Gerade auf dem Weg dahin benötigen die Erstklässler anfangs Hilfe. 

Werra-Meißner. In den nächsten Tagen werden die Erstklässler eingeschult. Besonders auf dem Weg zur Schule lauern viele Gefahren, die sie noch nicht richtig einschätzen können.

„Kinder sind viel kleiner als Erwachsene und können daher nicht über geparkte Autos schauen. Sie hören zwar, können aber nicht sagen, aus welcher Richtung das Auto kommt. Außerdem ist ihr Sichtfeld eingeschränkter als das von Erwachsenen“, sagt Rolf Schäfer, Jugendverkehrserzieher bei der Kreisverkehrswacht Werra-Meißner. Sie benötigen daher anfangs Hilfe.

Kreisverkehrswacht

Die Kreisverkehrswacht Werra-Meißner bringt den Kindern bereits im Kindergarten die Regeln des Straßenverkehrs bei. „Dort machen sie den Fußgängerführerschein und üben, wie sie sich an Ampel und Zebrastreifen richtig verhalten müssen. Als Abschluss dafür erhalten sie gelbe Mützen“, sagt Schäfer. Durch die leuchtende Farbe sollen sie besser gesehen werden, wenn sie die Mütze tragen. Darauf zu lesen ist der Satz „Brems dich!“ „Das soll die Autofahrer sensibilisieren, und der Erstklässler soll auch wissen, warum er diese Mütze trägt“, sagt Georg Morgenthal von der Kreisverkehrswacht. Außerdem hat die Kreisverkehrswacht in Schulnähe Plakate aufgestellt, auf denen „Vorsicht, Schulanfang“ zu lesen ist.

Schulwegeplan

Damit Eltern ihre Kinder auf dem sichersten Weg in die Schule schicken, gibt es für die Schulen einen Schulwegeplan. Darin gibt es Vorschläge, welches der ungefährlichste und empfohlene Weg in die Schule ist.

Schule

Die Schulen bestellen beim ADAC gelbe Warnwesten, die die Schüler zur Einschulung bekommen. An der Bilsteinschule in Großalmerode werden 31 neue Schüler eingeschult. Sie kommen in zwei Klassen. „In den ersten Schultagen gehen die Klassenlehrerinnen mit den Kindern den Schulweg ab und weisen auf mögliche Gefahren hin“, sagt Gerald Heimerich, der Leiter der Bilsteinschule.

Busfahren

Um die Kinder, die mit dem Bus aus Faulbach und Epterode kommen, kümmert sich eine Freiwillige, die ein Bundesfreiwilligenjahr an der Bilsteinschule absolviert: Sie bringt die Erstklässler zum Bus und zeigt ihnen, wie sie sich während der Fahrt zu verhalten haben. An der Grundschule in Hessisch Lichtenau werden in der kommenden Woche 81 Kinder eingeschult. Die Lehrerinnen bringen ihnen dort anfangs bei, wie sie richtig in den Bus ein- und aussteigen.

Eltern

„Eltern sind die besten Verkehrserzieher“, sagt Georg Morgenthal von der Kreisverkehrswacht. Sie sollten den Schulweg anfangs mehrmals mit den Kindern abgehen und sie auf gefährliche Stellen hinweisen. Durch kurze Sätze wie „links, rechts, links gucken!“ können sich die Kinder die Regeln besser merken.

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