Kinder-Yoga in Frankenhain

Kinder-Yoga: Körpertraining soll Selbstwertgefühl stärken

Kinder-Yoga in Frankenhain: Mareike Hübner-Weber und ihre Schülerinnen Lenie, Mathilda, Alina, Neyla-June und Ronja zeigen eine Yoga-Übung.
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Kinder-Yoga in Frankenhain: Mareike Hübner-Weber und ihre Schülerinnen Lenie, Mathilda, Alina, Neyla-June und Ronja zeigen eine Yoga-Übung.

„Yoga bietet körperliche und mentale Fitness. Ein Allrounder und zugleich eine Lebensphilosophie“, findet Mareike Hübner-Weber. Dieses Mantra gibt die 32-Jährige an Kinder weiter.

Frankenhain - Die kleine Yoga-Terrasse hinter ihrem Haus in Frankenhain, die Kiki, wie sie von den Kindern genannt wird, liebevoll mit bunten Teppichen und Windspielen eingerichtet hat, bietet genug Platz, damit ihre fünf Schülerinnen sich austoben können. Als der Gong ertönt, nehmen alle Kinder sofort eine aufrechte Haltung ein, schließen die Augen und konzentrieren sich auf das Geräusch. Weiter geht es ans Aufwärmen. Dort begegnen den Kindern in einem Lied verschiedene Yoga-Figuren, von der Schlange bis zum pinkelnden Hund. Wenn alle Muskeln gelockert und gedehnt sind, beginnt Kiki auch schon mit der heutigen Geschichte.

Heute geht es für die Mädchen auf den Rummel. Nach einer ausgiebigen Morgenroutine düsen sie mit dem Roller zum Rummelplatz. Dort warten allerhand Attraktionen: Zuerst wird eine Runde Gokart gefahren, dann geht es zu Hau-den-Lukas, zur Achterbahn und in das verrückte Labyrinth. In mitten der ganzen Attraktionen sind ganz viele Yoga-Figuren, Gleichgewichts- und Atemübungen versteckt. „Dadurch merkt man die Anstrengung gar nicht und die Kinder können spielerisch aus der Yoga-Philosophie lernen. Wir gehen jedes Mal auf eine Yoga-Reise“, erklärt Kiki. Bei jeder Reise steht ein anderes Ziel im Vordergrund. Es soll die Fantasie fördern oder Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit stärken und für eine positive Ich-Entwicklung sorgen. Außerdem fördert es die Konzentration.

Wenn ich eine schwierige Matheaufgabe vor mir habe, atme ich einmal ganz tief ein und aus. Das hilft mir, mich zu beruhigen

Schülerin Lenie

„Wenn ich eine schwierige Matheaufgabe vor mir habe, atme ich einmal ganz tief ein und aus. Das hilft mir, mich zu beruhigen“, bestätigt Schülerin Lenie.

Als gelernte Kinderkrankenschwester weiß Kiki, dass Kinder, anders als Erwachsene, ganz nah an ihren Emotionen sind. Yoga könne bei Kindern genau das beibehalten, sodass Kinder im Erwachsenenalter immer wieder Zugang zu ihren Emotionen finden können. In Kikis Erwachsenen-Yogakursen gehe es haptsächlich um Ruhe und Entspanntung, beim Kinderyoga geht es um „den Mix von Spiel, Spannung und Entspannung“. Dabei sei es ganz wichtig, dass die Kinder die Stunde selbst mitgestalten und ihren Emotionen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Zum Ende der Stunde nimmt Kiki die Kinder mit auf einen Gedankenspaziergang. Unter eine Decke gekuschelt beenden die Kinder den Tag auf dem Rummel mit einer Fahrt auf dem Riesenrad und lauschen den Klängen von Windspielen und dem Regen, der auf das Dach prasselt. Mit dem Gong wird die Stunde beendet und mit ihrem speziellen Spruch verabschiedet sich die Gruppe schließlich voneinander. „Ich bin, wie ich bin. Okay. Namasté.“ (Anna Schellhase)

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