Tipps für erfolgreiches Ehrenamt

Kirchengemeinden können an virtuellem Engagementkongress teilnehmen

Engagiert im Ehrenamt: Der Kirchenvorstand aus Hundelshausen und Dohrenbach nahm 2019 mit Pfarrer Dr. Christian Schäfer (links) unter dem Motto „Wir machen uns auf die Socken“ am Kirmesumzug teil.
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Engagiert im Ehrenamt: Der Kirchenvorstand aus Hundelshausen und Dohrenbach nahm 2019 mit Pfarrer Dr. Christian Schäfer (links) unter dem Motto „Wir machen uns auf die Socken“ am Kirmesumzug teil.

Wie kann man das Ehrenamt besser gestalten? Was funktioniert in anderen Orten gut, was nicht? Wo gibt es Fördermöglichkeiten? Wie kann man erfolgreiche Angebote für junge Leute schaffen und so die Strukturen im Dorf erhalten?

Werra-Meißner – Solche Fragen stellen sich viele Vereine – im Werra-Meißner-Kreis wie in ganz Hessen. Um Ideen auszutauschen, veranstalten die Hessische Staatskanzlei und die Evangelische Hochschule Darmstadt am Donnerstag, 9., und Freitag, 10. September, den zweiten Hessischen Engagementkongress. Er findet parallel in Darmstadt und virtuell im Internet statt. Mit dabei: die Kirchengemeinde Hundelshausen-Dohrenbach.

Wie Pfarrer Dr. Christian Schäfer berichtet, durfte die Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck drei erfolgreiche Ehrenamts-Projekte vorschlagen, die ihre Arbeit bei dem Kongress vorstellen können.

Aus Hundelshausen und Dohrenbach gibt es dabei eine Menge zu erzählen: In den vergangenen Jahren hat der Kirchenvorstand große Projekte wie die Kino-Kirche, den Einkaufsservice in Corona-Zeiten und den Einsatz für das Nahversorgungszentrum angepackt, aber auch kleinere Aktionen wie die Geburtstagsnachfeiern für Senioren oder die Sonntagsgrüße.

In einer 20-minütigen Online-Präsentation wird Schäfer am Donnerstag von 13 bis 13.30 Uhr unter dem Motto „Gut vernetzt – Gemeinsam unterwegs für unsere Dörfer“ von den Erfahrungen berichten. „Ich will zeigen, dass auch auf dem Land viel los ist.“

Das sind die Tipps von Pfarrer Christian Schäfer für erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit:

. „Nicht allein erfolgreich sein wollen“: Die Beispiele aus Hundelshausen und Dohrenbach zeigen, dass man gemeinsam mehr auf die Beine stellen kann. So arbeitet der Kirchenvorstand regelmäßig mit der Stadt Witzenhausen, dem Ortsbeirat, den ökumenischen Pfadfindern, dem Capitol Kino und den Vereinen zusammen. „Netzwerken fängt mit einer Tasse Kaffee an“, empfiehlt Schäfer unverbindliche Gespräche zum Kennenlernen.

. „Man muss zuhören und zutrauen“: Mit Offenheit wird das Ehrenamt leichter, so Schäfer. Man sollte sich für den anderen und seine Ideen interessieren. Man könne nur etwas für die Dörfer bewegen, wenn man die Bedürfnisse vor Ort kenne, auf Augenhöhe mit den Menschen spreche und sie mitnehme. Jeder könne etwas beitragen, es brauche nur Freiräume.

. „Gute Netzwerke brauchen Pflege“: Wichtig sei, dauerhaft und ohne Hintergedanken in Kontakt zu bleiben, so Schäfer. „Mal gibt der eine etwas, mal der andere.“

. „Jedes Dorf kann erfolgreich sein“: Nach ein paar kleineren Gemeinschaftsprojekten läuft es leichter, ist die Erfahrung des Pfarrers. „Dann entfalten sich die tollsten Sachen, die Leute werden mutiger und sind stolz auf das Erreichte.“ Jedes Dorf könne ehrenamtlich so aktiv werden wie Hundelshausen und Dohrenbach, davon ist Schäfer fest überzeugt.  (fst)

Teilnahme ist kostenfrei – Anmeldungen noch möglich

Beim Hessischen Ehrenamtskongress geht es in diesem Jahr um die Themen „Ehrenamt im ländlichen Raum“, „Corona und Zivilgesellschaft“ und „Digitalisierung und Ehrenamt“. Vorträge von Fachleuten wechseln sich dabei mit Präsentationen von Initiativen und Vereinen ab, bei vielen können die Teilnehmer auch über das Internet virtuell mitdiskutieren und Fragen stellen. Insgesamt gibt es 60 Vorträge, Foren und Workshops. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist noch möglich unter engagementkongress2021.de

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