FRAGEN UND ANTWORTEN

Kindergartenneubau in Grebendorf: Kommission plädiert für den Ziegelweg

Noch ist es eine grüne Rasenfläche, bald könnte hier ein Kindergarten stehen.
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Noch ist die Wiese grün: Auf dem Areal westlich des Sport- und Festplatzes in Grebendorf soll der neue Kindergarten der Gemeinde Meinhard gebaut werden.

Die Kindergartenkommission der Gemeinde Meinhard will den neuen Kindergarten der Gemeinde westlich des Sport- und Festplatzes bauen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Grebendorf – Die Kindergartenkommission der Gemeinde Meinhard hat sich dafür ausgesprochen, den neuen sechsgruppigen Kindergarten der Gemeinde am Ziegelweg westlich des Sport- und Festplatzes zu bauen. Das hat Bürgermeister Gerhold Brill in der jüngsten Gemeindevertretersitzung bekannt gegeben. Die Kommission hat sich damit gegen mögliche Standorte an der Grubenstraße, im Riethweg oder im Bernstal ausgesprochen.

Für den Bau am Ziegelweg müsste der Flächennutzungsplan noch geändert werden.

Warum muss überhaupt ein neuer Kindergarten gebaut werden?

Die Prognosen der Geburtenzahlen sehen einen erhöhten Kapazitätsbedarf für Kindergartenplätze in Meinhard. Die Zulassung einer Regelgruppe in Frieda und einer Krippengruppe im Schloss in Jestädt sind temporär begrenzt. In Schwebda wird im Übergang eine zweite Gruppe errichtet. Langfristig fehlen Betreuungsplätze. Die sollen durch drei Krippen- und drei Regelgruppen in dem neuen Standort aufgefangen werden.

Warum ist die Wahl auf Grebendorf gefallen?

Der Zustand des Kindergartens in Grebendorf hat den Ausschlag gegeben. Das Gebäude ist inzwischen über 50 Jahre alt. Die Verkehrsanbindung sei mangelhaft, die sanitären Einrichtungen zu wenig und überholt, der Außenbereich am Berg mehrfach pro Jahr bei Starkregen von Überschwemmungen heimgesucht. Die Lage am Berg lasse darüber hinaus keine Erweiterung zu.

Hier ist der geplante Standort.

Was ist jetzt geplant?

Die Kommission hatte sich im Oktober für einen Neubau „auf der Grünen Wiese“ ausgesprochen. Geplant ist ein Neubau von knapp 1500 Quadratmetern Nutzfläche, in dem sechs Gruppen untergebracht werden. „Das Investitionsvolumen für den Neubau wird auf rund drei Millionen Euro geschätzt“, sagt Brill.

Wie ist es zu der Entscheidung pro Standort Ziegelweg in Grebendorf gekommen?

In einem Punktesystem hat sich der Standort Ziegelweg unter den Mitgliedern der Kommission durchgesetzt. Erweiterungsfähigkeit, Barrierefreiheit, Nähe zur Natur, gut mit dem Auto zu erreichen und geringe Kosten für Bauerwerb und Gründung favorisierten den Platz in der Ortsrandlage von Grebendorf. Lediglich bei der schnellen Umsetzbarkeit konnte der Standort Ziegelweg nicht punkten.

Darum gibt es die Kita-Kommission

Um intensiver über die Belange der Kindertagesstätten in der Gemeinde Meinhard zu diskutieren, wurde vor einigen Jahren eine Kindergartenkommission gegründet. Ihr gehören der Gemeindevorstand, die Fraktionen der Gemeindevertretung, die Leitungen der einzelnen Meinharder Kita-Standorte, die Gesamtleitung und die Elternbeiräte an. Teilweise wird die Fachaufsicht des Werra-Meißner-Kreises hinzugezogen.

Welche Probleme können jetzt noch auftreten?

„Erst mal muss geprüft werden, ob der Bauplatz genehmigungsfähig ist“, sagte Brill am Donnerstagabend. Denn der Flächennutzungsplan muss geändert werden, zahlreiche Träger öffentlicher Belange müssen gehört werden. Ziel war es zuletzt, die neue Kita 2022 in Betrieb zu nehmen. Ein Förderantrag wurde zu Beginn des Jahres gestellt. Die Gemeinde hofft auf Subventionen von bis zu 1,8 Millionen Euro.

Wie geht es jetzt in dem Entscheidungsprozess weiter?

Helmut Wagner (FDP) monierte, dass für eine Entscheidung noch Zahlen, Daten und Fakten fehlen würden. Guido Hasecke (CDU) und Karl Jeanrond (SPD) sprachen sich für eine weitere Beratung im Ausschuss aus. Am Ende wurde das Thema in den wiedergegründeten Bau- und Umweltausschuss (wir berichteten) überwiesen.

Von Tobias Stück

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