Keine Beeinträchtigung für Verbraucher

Klärwerk Eschwege: Sanierung ist abgeschlossen

Überzeugen sich vom Abschluss der Arbeiten: (von links) Bürgermeister Alexander Heppe, Abwassermeister Thomas Bergner und Klärwerk-Leiter Stephan Bauer.
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Überzeugen sich vom Abschluss der Arbeiten: (von links) Bürgermeister Alexander Heppe, Abwassermeister Thomas Bergner und Klärwerk-Leiter Stephan Bauer.

Die monatelangen Arbeiten am Regenwasserüberlauf und der Vorklärung des Eschweger Zentralklärwerks sind abgeschlossen, ohne dass die Verbraucher etwas davon bemerkt haben oder beeinträchtigt wurden. Und auch finanziell werden die Gebührenzahler durch die Sanierung in sechsstelliger Höhe nicht belastet.

Eschwege - Bei routinemäßigen Untersuchungen wurden Risse in den rund 45 Jahre alten Betonbecken festgestellt und beanstandet. Es musste gehandelt werden. Denn: Sollten die Becken undicht werden, verlieren sie an Stabilität. Schlimmstenfalls hätten sie auseinanderbrechen können. Ende März begannen die Arbeiten. Zunächst wurden die jeweils 700 Kubikmeter fassenden Becken entleert. Anschließend wurden die Betonwände mit einem Hochdruckstrahlgerät mit bis zu 2500 Bar gereinigt. In die schadhaften Wände wurde Epoxidharz verpresst, um die Risse auszubessern.

So funktioniert die Klärung des Wassers

Was passiert eigentlich in den beiden Becken? Hier sammeln sich Regenwasser und Abwässer. Das Abwasser gelangt über Rechen, Sand- und Fettfang in das Vorklärbecken, wo eine mechanische Reinigung stattfindet. Damit sich ungelöste, organische Stoffe oder auch grobe Stoffe wie Ohrstäbchen, Binden und weitere anorganische Stoffe absetzen, die beim Rechen nicht gefiltert wurden, wird das Abwasser mit geringer Fließgeschwindigkeit durch das Vorklärbecken geleitet. Anschließend gelangt der dabei entstehende Rohschlamm in den Faulturm, wo durch anaerobe Prozesse ein Abbau organischer Substanz stattfindet. In Eschwege wird dabei auch noch Energie produziert. „60 Prozent des Eigenstrombedarfs des Zentralklärwerks stammt aus dem Faulturm“, berichtet der Leiter des Zentralklärwerks Stephan Bauer.

Nach Reinigung in drei Stufen wird das geklärte Wasser dem Kreislauf zugeführt. Über die Alte Wehre gelangt es gereinigt in die Werra. Damit das problemlos funktionieren kann, werden die Betonbauwerke der weiteren Klärstufen in der nächsten Zeit saniert.

Die jüngsten Investitionen sind in den Abwassergebühren der Verbraucher bereits eingepreist. „Die Gebührenkalkulation ist derzeit stabil“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. Bauer und Abwassermeister Thomas Bergner gehen davon aus, dass die Sanierung wieder mehrere Jahre Bestand hat.

19 Menschen arbeiten im Klärwerk

Das 1975 gebaute Zentralklärwerk Eschwege nimmt neben den Abwässern der Kreisstadt und den sieben Stadtteilen das anfallende Gebrauchswasser von Berkatal und Teilen von Meinhard und Meißner auf. 19 Mitarbeiter kümmern sich in Eschwege, damit alles reibungslos läuft. Rund 30 000 Menschen sind an die Kläranlage in Eschwege angeschlossen. Ausgelegt ist die Anlage für etwa 60 000 Menschen. (Tobias Stück)

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