Ein kleiner Youtube-Star: Liesa Ehrenberg hat über 3500 Abonnenten

Witzenhausen. Über 3500 Abonnenten schauen den Kanal der gebürtigen Witzenhäuserin Liesa Ehrenberg.

Liesa Ehrenberg hat viel zu erzählen. Nicht umsonst betreibt die gebürtige Witzenhäuserin einen Youtube-Kanal, auf dem sie regelmäßig Videos hochlädt. Die Themen, die sie darin behandelt, sind vorwiegend Styling- und Lifestyletipps. Auch selbst gesungene Musik von ihr gibt es zu Hören. „Wenn ich es schaffe, den Zuschauern ein kleines Lächeln mit meinen Videos ins Gesicht zu zaubern, dann ist mein Ziel schon erreicht“, sagt die 22-Jährige. Bei über 3500 Abonnenten des Kanals dürften das einige sein.

„Ich möchte inspirieren, nicht aufzugeben - egal, wie groß das Anliegen ist. Und auch Menschen, die wegen Äußerlichkeiten gemobbt werden und unsicher sind, motivieren, sich nicht unterkriegen zu lassen“, sagt Liesa Ehrenberg. Viele positive Rückmeldungen sprächen für ihre Arbeit. Ein User kommentiert zum Beispiel: „Du hast so ein großes Herz!“, ein anderer: „Du hast so recht. Mobbing ist schlimm. Ich hoffe, dass manche dadurch munter werden.“

Liesa Ehrenberg spricht in puncto schwere Situationen aus eigener Erfahrung. Nach ihrem Abitur 2011 an der Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt zog sie für 14 Monate als Au Pair und Teilzeit-Studentin zu einer Gastfamilie nach Montclair im US-Bundesstaat New Jersey. Dort sei dann im November 2011 das Haus der Familie abgebrannt. „Das war nicht leicht. Ich bin mit meiner Gastfamilie durch dick und dünn gegangen, doch wir haben die missliche Lage überwunden.“ Eben das möchte sie ihren Zuschauern vermitteln. „Ich will Kraft geben und mit Kreativität unterhalten. Mir ist nie etwas in den Schoß gefallen, trotzdem kann man mit Ehrgeiz vieles schaffen. Und wenn es nur um eine Flechtfrisur geht, die erst beim fünften Versuch klappt“, sagt Ehrenberg.

Über den Kontakt zu der Gastfamilie ist auch ihr aktuelles Praktikum bei einer PR-Firma im New Yorker Stadtteil Manhattan zu Stande gekommen. Der Gastvater ist der Geschäftsführer. Seit März arbeitet sie im Rahmen ihres Betriebswirtschafts-Studiums an der Münchener Universität, das sie 2013 begonnen hat, für sechs Monate dort. „Ich werde hier bis an meine Grenzen gefordert, obwohl ich keinerlei PR-Erfahrung habe. Das ist beängstigend, aber andererseits auch genial“, sagt Liesa Ehrenberg. Noch nie habe sie so viel gelernt wie in den vergangenen drei Monaten. „Ich plane Meetings, habe Kontakt zu den Kunden und gestalte sogar Videos und Bilder der Agentur für die sozialen Netzwerke.“

Doch bei all dem Trubel hat sie ihre Heimat nie vergessen. „Ich bin oft bei meinen Eltern. Auch nach meiner Rückkehr nach Deutschland im August werde ich nach Witzenhausen kommen und wahrscheinlich zum Erntefest da sein - das darf man ja nicht verpassen.“

www.youtube.com/user/Liescheeen08

Von Florian Künemund

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