Coronavirus

Klinikum Werra-Meißner: Kein generelles Besuchsverbot, ab Mittwoch gelten neue Regeln

Eine Frau mit Gesichtsmaske sitzt hinter einem Bildschirm.
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Klare Regeln von Anfang an: Wer in die Klinikgebäude will, muss sich beispielsweise von Stephanie Burhenne vom Besuchermanagement Temperatur messen lassen.

Ab Mittwoch gibt es eine neue Besuchsregelung im Klinikum Werra-Meißner. Das bisher geltende generelle Besuchsverbot verliert seine Gültigkeit.

Werra-Meissner – Ab sofort dürfen Patienten an den Standorten Witzenhausen und Eschwege in den ersten sechs Tagen zweimal Besuch von jeweils maximal zwei Personen empfangen. Vom siebten Tag im Krankenhaus an sind täglich maximal zwei Besucher zulässig. Ausgenommen von dieser Begrenzung sind genesene oder geimpfte (14 Tage nach der Impfung) Besucher. Sie dürfen innerhalb der Besuchszeit zwischen 14 Uhr und 18 Uhr jederzeit Angehörige besuchen.

Eintritt

Im Eingangsbereich erhalten die Besucher ein Meldeformular, um im Fall einer Coronainfektion die Infektionsketten zurückverfolgen zu können. „Die Daten werden nach 30 Tagen wieder gelöscht“, sagt Klinikumssprecher Florian Künemund. Weiterhin wird die Körpertemperatur des Besuchers gemessen.

Besuchszeiten

Einzuhalten sind ab 2. Juni strikt die Besuchszeiten zwischen 14 Uhr und 18 Uhr an den Standorten Eschwege und Witzenhausen. Das Ministerium lege nahe, dass die Besuchszeit auf jeweils eine Stunde einzuschränken ist. Im Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie sowie auf den Intensivstationen gelten noch mal abweichende individuelle Regelungen – aus medizinischen Gründen. „Hier empfiehlt es sich, dass Angehörige vorher anrufen und fragen, wann ein Besuch möglich ist“, sagt Künemund.

Sinnvoll wäre es laut Geschäftsführer Christoph Rolf Maier, wenn Patienten vorher mit Angehörigen und Bekannten abstimmen, welche Besucher kommen sollen. Ebenso empfiehlt es sich für potenzielle Besucher, sich zu überlegen, ob ihr Erscheinen wirklich notwendig ist. „Wir hoffen da auf die Vernunft jedes Einzelnen“, sagt Maier.

Hygieneregeln

Im Haus gelten die allgemein bekannten Hygieneregeln: Sowohl der Patient wie auch der Besucher muss einen geeigneten Mund-Nase-Schutz (OP- oder FFP2-Maske) tragen. Schals, Halstücher oder Masken mit Ausatemventil sind unzureichend. Des Weiteren ist im Haus stets ein Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten – auch im Patientenzimmer.

Es sei sinnvoll, wenn Patienten in einem Zimmer sich untereinander abstimmen. Im Zweifelsfall werde das medizinische und pflegerische Personal eingreifen, den Anordnungen ist dann Folge zu leisten.

Besonderheiten

Besuchern mit Atemwegserkrankungen, Fieber oder anderen Krankheitssymptomen ist das Betreten des Klinikums verboten. „Wir bitten um Verständnis: Es geht um die Sicherheit von Patienten, Besuchern und Personal gleichermaßen“, sagt Maier. Seitens des Klinikums wird Besuchern zudem empfohlen, in den 24 Stunden vorher einen Covid-Schnelltest zu machen, um jegliches Risiko auszuschließen. Weiterhin sind bei Betreten und Verlassen der Häuser die Hände zu desinfizieren.

Werdende Väter und Angehörige von sterbenden Patienten sind weiterhin von der Regelung ausgenommen. Ihnen wird im Fall der Fälle ein Besuch auch außerhalb der Besuchszeiten ermöglicht.  (red/ts)

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