Neue Zahlen

Klinikum Werra-Meißner: Nie wurden mehr Fälle behandelt

Großbaustelle: 12,5 Millionen Euro werden bis zum Herbst in den Funktionstrakt zwischen Klinik und Psychiatrischer Abteilung investiert. Die entstehenden 4000 Quadratmeter Nutzfläche gelten als ein wesentlicher Meilenstein der Klinikmodernisierung. Foto: Stück

Eschwege. Noch nie wurden im Klinikum Werra-Meißner so viele Fälle behandelt wie im Jahr 2015. Das geht aus Zahlen hervor, die Geschäftsführung und Aufsichtsrat am Dienstag veröffentlicht haben.

18.360 Behandlungen wurden im vergangenen Jahr in den Kliniken in Eschwege und Witzenhausen gezählt. Das sind 3,6 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor, berichten Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Reuß und die Geschäftsführer Dr. Claudia Fremder und Christoph Maier.

Die hohe Anzahl an behandelten Menschen wirkt sich auch positiv auf das Betriebsergebnis der Gesundheitsholding aus. 1,33 Millionen Euro betrug der Jahresüberschuss 2015. Ein Großteil des Gewinns erwirtschaftete das Klinikum. 1,29 Millionen Euro gehen auf das Konto der Krankenhäuser. Das hängt mit dem steigenden Alter der Bevölkerung im Kreis zusammen. „Je älter man wird, desto häufiger muss man Leistungen im Krankenhaus in Anspruch nehmen“, sagt Dr. Claudia Fremder. Auch für 2016 wird nach aktuellem Stand mit einem Gewinn geplant.

Die Gesundheitsholding beschäftigte im vergangenen Jahr 1064 Männer und Frauen. Sie teilen sich 681,5 Stellen. Unter den Mitarbeitern befinden sich 85 Auszubildende. „Hier könnten wir noch mehr einstellen“, sagt Maier. Die Kapazitäten ließen bis zu 120 Azubis zu. Die Angestellten sind nach wie vor mit einem Zukunftssicherungstarifvertrag ausgestattet. Der zweite seiner Art läuft noch bis zum Jahr 2020. Die Angestellten müssen auf 1,45 Prozent Lohn verzichten.

Der Jahresüberschuss von 1,33 Millionen wird in den neuen Funktionstrakt des Eschweger Krankenhauses investiert. Im September haben die Abrissarbeiten begonnen, gestern wurde der Spatenstich für den Rohbau getätigt. Bis zum Jahr 2018 werden hier 12,5 Millionen Euro investiert. 8,8 Millionen davon sind Fördermittel.

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